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Bungie dementiert gemeinsame IP von Destiny und Marathon

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

Destiny und Marathon bleiben laut Bungie zwei getrennte Marken. Die Creative Director von Marathon hat ein Gerücht zurückgewiesen, nach dem beide Reihen zu einer gemeinsamen IP umgebaut werden sollten.

Die Klarstellung kommt zu einem ungünstigen Zeitpunkt. Rund um Marathon stehen ohnehin viele Fragen im Raum: Der Shooter wurde offenbar stärker in Richtung Destiny ausgerichtet, größere Updates verschieben sich und die Spielerzahlen auf Steam liegen deutlich unter dem Startwert.

Keine gemeinsame Marke geplant

Bungie betont, dass Destiny und Marathon zwar gemeinsame Wurzeln im Studio haben, aber eigenständig bleiben sollen. Damit ist zumindest eine konkrete Sorge vieler Fans vorerst ausgeräumt: Ein direkter Marken-Zusammenschluss steht nach dieser Aussage nicht auf dem Plan.

Das heißt nicht, dass sich beide Spiele spielerisch nicht annähern können. Marathon war zunächst als sehr harter Extraction-Shooter für eine kleine, erfahrene Gruppe gedacht. Nachdem es schwierig war, dauerhaft genug Spieler zu binden, wurde das Konzept umgebaut. Laut den vorliegenden Informationen spielt sich Marathon inzwischen stärker wie Destiny.

Dezember statt September

Der ursprünglich für den 22. September vorgesehene größere Marathon-Patch erscheint erst am 8. Dezember. Für März ist bereits ein weiteres umfangreiches Update angekündigt.

Zuvor folgt am 6. Oktober ein kleinerer Patch. Er setzt Spielfortschritt und Spielwirtschaft zurück. Dieser Schritt soll eine größere Überarbeitung vorbereiten. Für aktive Spieler ist das die wichtigste kurzfristige Information: Erspielte Fortschritte werden vor dem Dezember-Update nicht bestehen bleiben.

Updates sollen kostenlos sein

Bungie hat außerdem ausdrücklich klargestellt, dass die Inhalte im Dezember und März für Besitzer von Marathon keine kostenpflichtigen DLCs sind. Genannt wurden neue Zonen, Waffen und Runner als Teil dieser kostenlosen Updates.

Die Erklärung dürfte vor allem deshalb nötig geworden sein, weil der Wechsel weg von saisonalen Inhalten Fragen zum künftigen Geschäftsmodell ausgelöst hat. Aus der Bestätigung kostenloser Updates lässt sich noch kein vollständiger Plan für die Zeit danach ableiten. Klar ist nur: Für die beiden angekündigten Pakete sollen keine zusätzlichen Kosten anfallen.

Der Druck auf Marathon wächst

Auf Steam erreichte Marathon innerhalb von 24 Stunden einen Höchstwert von 2.464 gleichzeitig aktiven Spielern. Zum Start im März lag der bisherige Höchststand bei 77.358. Steam bildet bei einem Spiel auf mehreren Plattformen nicht das gesamte Publikum ab. Der Rückgang bleibt dennoch ein deutliches Signal.

Parallel hat Bungie die Arbeit an Destiny 2 eingestellt, um Marathon stärker zu priorisieren. Das sorgt bei Destiny-Spielern für Unmut und erhöht den Erwartungsdruck auf die verschobenen Marathon-Updates. Im Dezember muss Bungie deshalb mehr liefern als neue Inhalte: Entscheidend wird sein, ob die Überarbeitung wieder Vertrauen schafft und Spieler länger im Spiel hält.

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.