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Ex-Dragon-Age-Chef würde zentrale Serienmomente umbauen

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

Mark Darrah würde mehrere bekannte Stellen der Dragon-Age-Reihe heute anders lösen. Der frühere Director und Executive Producer war über zwei Jahrzehnte bei BioWare tätig und arbeitete an allen vier Hauptspielen der Fantasy-Serie mit.

In einer Fragerunde sprach Darrah darüber, welche Inhalte er bei einer vollständigen Neuentwicklung streichen, kürzen oder ergänzen würde. Seine Beispiele zeigen vor allem ein wiederkehrendes Problem: Gute Ideen verlieren an Wirkung, wenn Tempo und Spielerentscheidung nicht zusammenpassen.

Origins: Weniger Fade, mehr Herkunft

Für Dragon Age: Origins nannte Darrah die Traumsequenzen im Magierturm. Der lange Aufenthalt im Fade wirke für ihn wie Füllmaterial und sei am Ende zu hastig fertiggestellt worden. Er würde diesen Abschnitt deshalb streichen oder deutlich kürzen.

Gleichzeitig hätte er gerne weitere Optionen für die Figurenerschaffung gesehen. Als mögliche Ergänzungen nannte er eine zusätzliche menschliche Herkunft und die Avvar.

Dragon Age 2: Eine Entscheidung mit Folgen

Bei Dragon Age 2 stört Darrah vor allem das Ende rund um Magier und Templer. Spielerinnen und Spieler müssen sich zwar für eine Seite entscheiden, doch die Konsequenzen geben nach seiner Einschätzung letztlich Meredith und ihrer Sicht auf die Magier recht.

Darrah würde deshalb ändern, was nach einer Unterstützung der Magier passiert: Orsino sollte dann nicht zum Gegner werden. Die Wahl hätte damit eine klarere eigene Konsequenz, statt die Magier unabhängig vom gewählten Weg als außer Kontrolle darzustellen.

Inquisition war ihm zu lang

Für Dragon Age: Inquisition fiel Darrahs Kritik besonders praktisch aus. Der Weg durch die zentralen Story-Missionen sollte schneller erreichbar sein. Vor allem die benötigte Macht würde er nach eigener Einschätzung um 40 bis 60 Prozent senken.

Auch eines der großen Gebiete würde er streichen, etwa die Fauchende Ödnis. Zudem hätte das Spiel von Beginn an klarer erklären sollen, dass man das erste Gebiet verlassen und die eigentliche Reise fortsetzen kann. Das hätte vielen Spielern vermutlich einen deutlich besseren Einstieg ermöglicht.

The Veilguard und die fehlenden alten Entscheidungen

Bei Dragon Age: The Veilguard würde Darrah The Keep ergänzen. Das frühere Archiv diente dazu, Entscheidungen aus älteren Serienteilen zu verwalten. Er habe diese Idee vorgeschlagen, räumte aber auch ein, dass ihre Umsetzung nicht günstig wäre.

Etwas streichen würde er bei The Veilguard dagegen nicht. Für die Reihe selbst zeichnet sich laut den vorliegenden Aussagen vorerst keine direkte Fortsetzung ab: BioWare konzentriert sich als Ein-Projekt-Studio auf das nächste Mass Effect.

Darrah liefert damit keinen Wunschzettel für kleine Komfortfunktionen. Seine Punkte betreffen die alte Frage der Reihe: Wie viel Umfang braucht ein Rollenspiel, und wann bremst dieser Umfang die Geschichte und die Entscheidungen der Spieler aus?

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.