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Epic verschiebt Disney-Shooter für KI-Umstellung

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

Epic Games soll die Veröffentlichung eines bislang nicht angekündigten Shooters mit Figuren aus Star Wars und Marvel verschoben haben. Das Projekt war dem Bericht zufolge ursprünglich für März vorgesehen. Ein neuer Termin und die geplanten Plattformen sind offen.

Im Mittelpunkt steht offenbar nicht nur der Zeitplan des Spiels. Epic richtet seine Produktion laut den vorliegenden Informationen stärker auf KI-Werkzeuge aus. Das betrifft ausgerechnet ein Projekt, das Teil der engeren Zusammenarbeit mit Disney sein könnte.

Entwicklung soll langsamer laufen als erwartet

Der Shooter habe mehr Zeit und Ressourcen beansprucht als zunächst kalkuliert. Deshalb sei der Fortschritt hinter den Erwartungen geblieben. Die Verschiebung soll an einen überarbeiteten internen Veröffentlichungsplan gekoppelt sein, dessen Details nicht bekannt sind.

Zum Spiel selbst gibt es weiterhin kaum gesicherte Angaben. Es soll Star-Wars- und Marvel-Inhalte verbinden. Frühere Berichte brachten außerdem einen Extraction-Shooter mit Disney-Figuren ins Gespräch, der sich an Spielen wie Arc Raiders orientieren könnte. Ob es sich dabei exakt um dasselbe Projekt handelt, ist aus den verfügbaren Angaben nicht eindeutig abzuleiten.

KI soll Arbeitsabläufe beschleunigen

Entwicklerinnen und Entwickler des Teams sollen dazu angehalten worden sein, KI-Tools wie Claude zu verwenden. Menschen sollen die Ergebnisse weiterhin kontrollieren. Aus einer internen Mitteilung wird berichtet, dass handgeschriebener Code künftig keine Rolle mehr spielen und Grafiken über vollständig KI-gesteuerte Arbeitsabläufe entstehen sollen.

Epic beschreibt den Kurs öffentlich anders als eine reine Sparmaßnahme. Unternehmenschef Tim Sweeney schrieb, Teams würden umverteilt und für eine stärkere KI-Nutzung geschult. Das Ziel sei, mehr und bessere Inhalte zu schaffen sowie die Entwicklung für Teams mit Unreal-Technologie zu beschleunigen.

Schnellere Tests statt lange Fehlentwicklungen

Sweeney sieht den größten Nutzen darin, Ideen schneller in spielbare Tests zu überführen. Gerade bei großen Produktionen könne das helfen, Spielsysteme früher zu prüfen und Probleme nicht erst nach langen Entwicklungsphasen zu erkennen.

Das ist ein nachvollziehbares Ziel, beantwortet aber die offenen Fragen nicht. Bei einem Crossover mit bekannten Marken zählen Stil, Wiedererkennbarkeit und sorgfältige Kontrolle besonders stark. Wenn KI tief in Code- und Grafikproduktion eingreift, wird entscheidend sein, wie viel kreative Verantwortung bei den Teams bleibt und wie verlässlich die Qualitätskontrolle funktioniert.

Disney-Verbindung bleibt wichtig

Disney hatte 2024 eine Beteiligung von 1,5 Milliarden Dollar an Epic erworben. Seitdem gab es weitere Überschneidungen innerhalb von Fortnite. Wie groß die gemeinsame Spiele-Offensive darüber hinaus wird, ist weiterhin offen. Disney hatte Spekulationen über eine vollständige Übernahme von Epic zuletzt zurückgewiesen.

Für Spielerinnen und Spieler liefert der Bericht vor allem ein Signal: Das unangekündigte Disney-Projekt braucht offenbar mehr Zeit. Gleichzeitig könnte es zu einem frühen Testfall dafür werden, wie weit Epic KI-gestützte Entwicklung in einer großen Markenproduktion tatsächlich tragen will.

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.