Factorio bekommt mit Version 2.1 sein letztes großes Update. Wube Software will danach keine aktive Gameplay-Entwicklung mehr betreiben, sondern auf langfristigen Support umstellen. Für ein Spiel, das seit Februar 2016 im Early Access auf Steam lief und dort weiter bei 97 Prozent positiven Nutzerwertungen steht, ist das ein klarer Schnitt.
Wichtig für Spieler und Modder: 2.1 ist kein neues Inhalts-Paket im großen Stil. Es geht um Feinarbeit, kleinere Funktionen, bessere Spielqualität und Modding-Anpassungen. Wer neue Planeten, Gegner, Forschungsbäume oder Ressourcenketten erwartet, muss seine Erwartungen senken.
Was in Update 2.1 steckt
Wube sieht Factorio und Space Age laut eigener Aussage an einem stabilen Punkt. Fortschritt und Balance passen aus Sicht des Teams weitgehend. Darum wird 2.1 nicht als großer Umbau geplant.
- Verbesserungen an der Spielqualität
- einige kleine neue Funktionen
- Feinschliff in einzelnen Bereichen
- Verbesserungen für Modding
- keine neuen Planeten
- keine neuen Gegner
- keine neuen Forschungsbäume
- keine neuen Ressourcenketten
Das passt zu Factorio. Das Spiel lebt von sauberen Abläufen, Planung und Kontrolle. Wenn ein Update dort Reibung rausnimmt, kann das mehr wert sein als ein Stapel neuer Systeme, die wieder neu austariert werden müssen.
Zeitplan: erst Beta, dann langer Experimental-Status
In den nächsten Wochen sind geschlossene Beta-Tests geplant. Eine experimentelle Version von 2.1 soll Ende Juni folgen. Nach der Veröffentlichung will Wube zunächst die üblichen Fehlerkorrekturen liefern, bevor im Juli die Sommerpause beginnt.
Der wichtige Punkt für Modder: 2.1 soll den ganzen Sommer über experimentell bleiben. Es wird also nicht sofort als stabile Version markiert. Das gibt Mod-Autoren Zeit, ihre Erweiterungen anzupassen. Für Factorio ist das sinnvoll, weil der Mod-Support ein großer Teil der Langzeitstärke des Spiels ist.
Was das für Spieler bedeutet
Wer Factorio heute spielt, bekommt wahrscheinlich kein völlig anderes Spiel mehr. Genau das ist die Nachricht. Wube erklärt, dass die aktive Arbeit am Gameplay mit 2.1 einen guten Endpunkt erreicht. Danach geht es vor allem um Bugfixes, Plattformunterstützung, Kompatibilität und Modding-Funktionen.
Für neue Spieler ändert sich dadurch wenig. Factorio bleibt ein PC-Spiel über automatisierte Fabriken, effiziente Produktionsketten und sehr viel Planung. Es kostet weiterhin 32 Euro. Wube weist außerdem darauf hin, dass in absehbarer Zeit kein Sale geplant ist. Der Preis ist also Teil der klaren Linie des Studios.
Warum dieser Schritt Gewicht hat
Factorio gilt als einer der wichtigsten Titel für Fabrikbau und Automatisierung auf dem PC. Das Spiel hat ein Genre geprägt, das heute deutlich größer ist als zu Beginn des Early Access. Dazu kommt ein ungewöhnlich langer Support-Zeitraum von mehr als zehn Jahren.
Auch außerhalb der eigenen Community wird diese Bedeutung wahrgenommen. John „Bucky“ Buckley von Pocketpair bedankte sich öffentlich bei Wube und hob hervor, wie stark Factorio die Steam-Landschaft geprägt habe.
Neue Projekte, aber keine schnelle Ankündigung
Wube arbeitet bereits an anderen Projekten. Wer jetzt auf eine schnelle Enthüllung hofft, sollte aber nicht damit rechnen. Das Team hat klar gemacht, dass es lange nichts zu berichten geben wird.
Für Factorio ist 2.1 damit kein harter Abschied, sondern der Wechsel in eine andere Phase. Das Spiel wird weiter gepflegt. Nur die großen Gameplay-Schritte sind nach aktuellem Stand durch.
Über den Autor
Von FIFA bis Call of Duty, von Farming Simulator bis Age of Empires – ich liebe Games, bei denen Skill, Planung und Reaktion zählen. Ob auf dem virtuellen Schlachtfeld oder im Stadion: Ich spiele smart, schnell und immer mit Spaß. Let’s play smarter, not harder!