Das kostenlose Upgrade für The Outer Worlds ist komplizierter geworden, als es für viele Spieler klang. Microsoft und Obsidian wollten Besitzerinnen und Besitzern des Basisspiels den Wechsel auf die Spacer’s Choice Edition erleichtern. Auf Xbox One und PlayStation 4 greifen aber zusätzliche Bedingungen.
Wer betroffen ist, sollte nicht lange rätseln, sondern den Support kontaktieren. Besonders wichtig ist das für Spieler, die das Basisspiel zwischen dem 30. April und dem 27. Mai auf Xbox One oder PlayStation 4 gekauft haben oder beim Upgrade hängen bleiben.
Was eigentlich geplant war
Obsidian hatte angekündigt, The Outer Worlds noch einmal mit Updates zu versorgen. Gleichzeitig wurde erklärt, dass die ursprüngliche Basisversion ab dem 27. Mai aus dem Angebot genommen wird. Künftig soll nur noch die Spacer’s Choice Edition erhältlich sein.
Für bestehende Besitzer sollte das erst einmal keine negativen Folgen haben. Wer das Basisspiel bereits in der Bibliothek hatte, sollte kostenlos auf die neuere Edition wechseln können. Auf PC gilt das laut Microsoft weiterhin für Besitzer der entfernten Basisversion. Genannt wurden Steam, GOG und der Epic Games Store.
Auch auf PlayStation 5 und Xbox Series X/S sollte der Umstieg für Besitzer des Basisspiels möglich sein. Der Streit beginnt bei den alten Konsolenfassungen.
Der Haken auf Xbox One und PlayStation 4
Auf Xbox One und PlayStation 4 reicht die digitale Basisversion nicht in jedem Fall aus. Dort müssen Spieler laut Obsidian und Microsoft zusätzlich beide DLCs oder den Erweiterungspass besitzen, um weiter für das Upgrade berechtigt zu sein.
Genau das hat viele verärgert. Einige Spieler hatten die Ankündigung so verstanden, dass der Kauf des Basisspiels vor dem 27. Mai genügt. Als dann beim Upgrade die Zusatzinhalte verlangt wurden, fühlte sich das für sie wie ein gebrochenes Versprechen an.
Obsidian sprach zunächst von plattformspezifischen Einschränkungen. Microsoft nannte später Berechtigungsbeschränkungen und Backend-Probleme als Grund dafür, dass die Umstellung nicht so sauber lief wie geplant.
Was Microsoft jetzt sagt
Microsoft entschuldigt sich für die Unannehmlichkeiten und erkennt an, dass Spieler zu Recht verärgert sind. Gleichzeitig wird nicht einfach pauschal jedes alte Konsolen-Exemplar freigeschaltet.
Stattdessen sollen sich Betroffene beim Support melden. Das gilt ausdrücklich für Spieler, die das Basisspiel zwischen dem 30. April und dem 27. Mai auf Xbox One oder PlayStation 4 gekauft haben. Auch wer allgemein Probleme mit dem Upgrade hat, soll den Support kontaktieren.
Das ist keine elegante Lösung. Für Spieler bedeutet es Arbeit, Wartezeit und im schlechtesten Fall weitere Klärung. Aus Sicht eines Plattformbetreibers mag das an Berechtigungen hängen. Aus Sicht der Käufer zählt aber vor allem, was die Ankündigung bei ihnen ausgelöst hat.
Was du jetzt prüfen solltest
- Besitzt du The Outer Worlds auf PC, PS5 oder Xbox Series X/S, ist die Lage am einfachsten.
- Besitzt du die digitale Xbox-One- oder PS4-Version, prüfe, ob du beide DLCs oder den Erweiterungspass hast.
- Hast du das Basisspiel zwischen dem 30. April und dem 27. Mai auf Xbox One oder PS4 gekauft, melde dich beim Support.
- Wenn das Upgrade nicht angezeigt wird, dokumentiere Kaufdatum, Plattform und Edition.
Der Fall zeigt ein altes Problem digitaler Spielebibliotheken. Ein Angebot kann auf dem Papier simpel wirken. Sobald Editionen, alte Konsolenfassungen, DLC-Lizenzen und Plattformrechte zusammenkommen, wird es schnell unübersichtlich. Genau dort hätte die Kommunikation klarer sein müssen.
Über den Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.
