Hello Games stellt No Man’s Sky mit Update 6.4 wieder auf Gemeinschaft statt nur auf Erkundung. The Swarm dreht sich um eine große Bedrohung im All, den Hive of Glass, und schickt Reisende in drei Fraktionen gegeneinander und miteinander in den Einsatz.
Das klingt nach einem Update für alle, die No Man’s Sky nicht nur als ruhigen Baukasten spielen. Die neue Expedition soll rund acht Wochen laufen, große Weltraumschlachten liefern und gleichzeitig alte Baustellen beim Kampf, bei der Stabilität und bei einigen Komfortfunktionen anfassen.
Expedition 22 setzt auf drei Teams
Zum Start der Swarm-Expedition werden Spielerinnen und Spieler über einen Persönlichkeitstest einer von drei Gruppen zugeteilt. Jede Gruppe bekommt ein Schiff und eine Uniform in den eigenen Teamfarben.
Das Ziel ist nicht nur, Aufgaben abzuarbeiten. Alle Teams treiben gemeinsam den Bau des Prismatischen Kerns in der Weltraumanomalie voran. Dieser Fortschritt ist im Missionslog und im Galactic Atlas sichtbar. Wer am meisten zur Kriegsanstrengung beiträgt, wird dauerhaft in der Space Anomaly verewigt.
Die Aufgaben verteilen sich auf drei Bereiche: Säuberung, Wiederherstellung und Sabotage. Jede Kategorie wirkt sich anders auf Tempo und Balance des Baus aus. Das ist ein interessanter Ansatz, weil die Expedition nicht nur Einzelspieler-Fleiß belohnt, sondern die Community sichtbar sortiert und antreibt.
Der Hive of Glass ist die neue Hauptbedrohung
Im Zentrum steht der Hive of Glass, ein riesiger Boss und zugleich eine Waffe. Laut Hello Games kann seine Iris einen Laser freisetzen, der Frachterflotten zerstört und möglicherweise sogar Objekte in der Größe einer Raumstation bedroht.
Dazu kommen neue Swarmer-Gegner. Im All greifen kleine, schnelle Schwarm-Schiffe an. Das Update soll laut Sean Murray die bislang größten Weltraumschlachten in No Man’s Sky ermöglichen, mit Kämpfen, an denen Hunderte Schiffe beteiligt sein können.
Für ein Spiel, das über Jahre immer wieder neue Schichten bekommen hat, ist das wichtig. The Swarm wirkt nicht wie ein einzelnes neues Menü oder eine kleine Belohnungsrunde. Es zieht den Fokus auf ein gemeinsames Ereignis, das im Universum sichtbar sein soll.
Auch auf Planeten gibt es neue Arbeit
Der Schwarm bleibt nicht nur im Orbit. In allen Spielmodi können abgestürzte Schwarmschiffe auf dissonanten Planeten gefunden werden. Diese Orte werden von kleinen, aber gefährlichen planetarischen Schwarm-Schiffen bewacht.
Auf Welten, die dissonant sind und verwertbaren Schrott enthalten, lassen sich außerdem vergrabene Trümmer abgestürzter Schwarmschiffe entdecken. Die Überreste können untersucht und geplündert werden. Dabei spielt auch die Gravity Gun eine Rolle, die bereits früher im Jahr eingeführt wurde.
Das passt gut zu No Man’s Sky: Die große Bedrohung hängt am Himmel, aber der Fortschritt entsteht durch viele kleine Einsätze am Boden und im All.
Belohnungen für die Expedition
Die Expedition bringt neue kosmetische und spielerische Belohnungen. Genannt sind Poster, Aufkleber, Titel, Flaggen für das zugewiesene Seelenfragment, das Direwasp-Gewehr-Multitool, das Direwasp-Flightpack und ein sechsteiliges Direwasp-Anpassungsset.
Wer No Man’s Sky seit Jahren nur gelegentlich startet, bekommt damit einen klaren Anlass zur Rückkehr. Die Belohnungen sind an die Expedition gebunden, der Wettbewerb zwischen den drei Teams sorgt zusätzlich für Druck.
Weltraumkampf wird spürbar überarbeitet
Neben den neuen Inhalten ändert Update 6.4 auch den Kampf im All. Die Sichtbarkeit anvisierter Gegner in der Third-Person-Perspektive wurde verbessert. Auch das Zielen, die Steuerung des eigenen Schiffs und die Flugmuster feindlicher Schiffe wurden überarbeitet.
Die automatische Verfolgung kann das Schiff nun beschleunigen. Treffer auf Schwachstellen führen bei Gegnern mit Schwachstellen immer zu kritischen Treffern, Treffer auf andere Bereiche dagegen nicht. Das macht die Regeln im Kampf klarer.
Außerdem wurden Fehler rund um Sentinel-Abfangjäger, Kampfbenachrichtigungen und den Impulsantrieb nach Gefechten behoben.
Performance und Fehlerbehebungen
Die Patchnotizen enthalten viele technische Korrekturen. Verbessert wurden unter anderem die Leistung bei Exocrafts mit Rädern auf Switch, Xbox One und PS4, Frachterkämpfe, bestimmte Beleuchtungsberechnungen auf der CPU und die Sichtbarkeit von Objekten in komplexen Szenen.
Auf PS4 Pro wurde die Speichernutzung beim Rendern der Benutzeroberfläche unter 4K optimiert. Ein Absturz beim Spielen in 4K auf PS4 Pro wurde ebenfalls behoben. Dazu kommen Korrekturen für seltene Abstürze und einen seltenen Softlock beim Verbindungsbildschirm.
Auch Komfortprobleme wurden angefasst: Teleporter-Endpunkte in früheren Galaxien, Korvetten-Landungen in Raumstation und Anomalie, Inventarübertragungen beim Schiffskauf, Touch-Steuerung für Expeditionsbelohnungen und gespeicherte Gyro-Einstellungen gehören zu den genannten Punkten.
Für wen sich der Blick lohnt
The Swarm ist vor allem für Spielerinnen und Spieler interessant, die No Man’s Sky als lebendes Gemeinschaftsspiel mögen. Die Fraktionen, der öffentliche Fortschritt und die Verewigung des besten Teams geben der Expedition mehr Profil als eine reine Aufgabenliste.
Wer dagegen vor allem auf technische Verbesserungen wartet, sollte Update 6.4 ebenfalls prüfen. Die Liste der Optimierungen ist lang, besonders beim Weltraumkampf und auf älteren Konsolen. Hello Games koppelt hier ein großes Community-Ereignis mit vielen kleineren Reparaturen. Genau diese Mischung hält No Man’s Sky seit Jahren relevant.
Über den Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.
