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Naughty Dog: Warum die Sony-Sorge gerade größer wirkt als sie ist

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

Bei Sony wird gerade jedes große Studio genauer beobachtet. Nach den Berichten um Bungie und Destiny 2 richtet sich der Blick vieler Fans nun auf Naughty Dog. Die Sorge ist verständlich, aber die aktuelle Faktenlage trägt weniger, als manche Diskussion vermuten lässt.

Im Zentrum steht kein neuer Bericht über konkrete Pläne gegen Naughty Dog. Es geht vor allem um eine öffentliche Einordnung von Jason Schreier und die Frage, wie viel Geduld Sony mit sehr teuren Projekten hat.

Was bei Bungie den Druck erhöht

Bungie steht nach dem Kauf durch Sony stärker unter Beobachtung. Destiny 1 und Destiny 2 waren für das Studio wichtige Erfolge. Trotzdem soll Destiny 2 im Juni sein letztes Update erhalten.

Parallel arbeitet Bungie weiter an Marathon, einem Hardcore-Extraction-Shooter. Die Spielerbasis soll dort bereits spürbar kleiner werden. Das ist für Sony keine gute Ausgangslage, wenn gleichzeitig die Kosten neuer Großprojekte im Raum stehen.

Ein weiterer Punkt: Ein mögliches Destiny 3 ist laut einem Bloomberg-Bericht nicht in Entwicklung, weil die nötige Investition zu hoch wäre. Das ist der Teil, der viele Fans nervös macht. Wenn Sony bei einer bekannten Marke vorsichtig wird, was bedeutet das dann für ein Studio wie Naughty Dog?

Warum Naughty Dog jetzt in die Diskussion rutscht

Auf Bluesky wurde die Lage zugespitzt: Bungie müsste angeblich um Geld für ein neues MMO-Shooter-Projekt kämpfen, während Naughty Dog jahrelang und mit sehr hohen Budgets an einem Singleplayer-Spiel arbeiten darf.

Jason Schreier, Autor des genannten Bloomberg-Berichts, antwortete sinngemäß, dass Sony damit durchaus ein Problem habe. Gemeint waren die Kosten von Naughty-Dog-Spielen, die über viele Jahre entstehen und hunderte Millionen Dollar verschlingen können.

Das reicht für eine echte Sorge, aber nicht für eine harte Nachricht über Entlassungen oder eine drohende Restrukturierung. Genau hier ist die Trennung wichtig.

Kein Beleg für akute Probleme bei Naughty Dog

Schreier stellte später klar, dass er in diesem Fall keine neue Insider-Information geteilt habe. Er habe sich an einer laufenden Unterhaltung beteiligt. Das ist ein großer Unterschied.

Aktuell gibt es aus den vorliegenden Fakten keinen belastbaren Hinweis darauf, dass Naughty Dog unmittelbar vor einer Entlassungswelle steht. Auch Intergalactic: The Heretic Prophet wird dadurch nicht automatisch zu einem gefährdeten Projekt.

Was bleibt, ist eine nüchterne Beobachtung: Sony dürfte die Kosten seiner Studios genauer prüfen. Das trifft Bungie sichtbar. Bei Naughty Dog sorgt es für Spekulationen, weil die Spiele des Studios lange Entwicklungszeiten und hohe Budgets haben.

Was Spieler daraus mitnehmen sollten

Wer The Last of Us, Uncharted oder das kommende Intergalactic verfolgt, sollte die aktuelle Diskussion nicht ignorieren. Sie zeigt, wie angespannt der Markt für teure Spiele geworden ist.

Gleichzeitig sollte man nicht jeden kurzen Kommentar wie eine Ankündigung lesen. Zwischen „Sony ist über hohe Kosten nicht glücklich“ und „Naughty Dog steht vor dem nächsten Einschnitt“ liegt ein großer Abstand.

Für mich ist das der eigentliche Punkt: Die Branche hat ein Kostenproblem, und Sony ist davon nicht ausgenommen. Aber aus einer nachvollziehbaren Sorge wird noch keine bestätigte Krise bei Naughty Dog.

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.