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Marathon auf Steam: Destiny-Frust trifft Bungies neuen Shooter

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

Bungie steckt gerade in einem Community-Konflikt, der weniger mit Marathon selbst zu tun hat als mit der Zukunft von Destiny. Nachdem bekannt wurde, dass im Juni das letzte große Update für Destiny 2 ansteht und Destiny 3 weiter ohne klare Perspektive bleibt, richtet sich ein Teil des Ärgers nun gegen Marathon.

Auf Steam zeigt sich das in Bewertungen. Destiny-Spielerinnen und -Spieler hinterlassen negative Rezensionen zu Marathon und nennen dabei häufig Destiny als eigentlichen Grund. Gleichzeitig versuchen Marathon-Fans, mit positiven Bewertungen gegenzuhalten.

Warum Marathon plötzlich zum Ziel wird

Der Kern des Konflikts ist eine Befürchtung: Viele Fans glauben, Bungie könnte Destiny nach zwölf Jahren auslaufen lassen, um mehr Energie in Marathon zu stecken. Destiny startete 2014, Destiny 2 folgte 2017. Für eine Community, die lange an einem Spiel hängt, fühlt sich ein unklarer Ausblick schnell wie ein harter Schnitt an.

Marathon ist dabei ein anderes Projekt. Der Sci-Fi-Shooter feierte am 5. März 2026 Premiere und setzt als Extraction-Shooter auf eine andere Art Spielgefühl als Destiny 2. Genau das macht den Konflikt so empfindlich. Für manche Fans wirkt Marathon nicht wie ein neues Angebot, sondern wie der vermeintliche Ersatz für ihr Hauptspiel.

Steam-Bewertungen werden zum Schauplatz

Auffällig ist, dass viele negative Steam-Reviews zu Marathon Destiny direkt erwähnen. Mehrere Bewertungen werfen dem neuen Spiel vor, für das Ende von Destiny 2 mitverantwortlich zu sein. Laut den vorliegenden Angaben stammen viele dieser Stimmen von Accounts mit eher begrenzter Marathon-Spielzeit, teils um die 50 Stunden oder weniger.

Das ist ein typisches Muster bei Review-Bombing: Die Bewertung richtet sich nicht nur gegen das Spiel, sondern gegen eine Entscheidung des Studios. Für andere Spieler wird dadurch schwerer erkennbar, ob eine Rezension wirklich beim Kauf hilft.

Marathon-Fans halten dagegen

Die Gegenreaktion kam schnell. Marathon-Fans schreiben positive Rezensionen, um die negative Welle abzufangen. Am 22. Mai wurden insgesamt 531 Steam-Reviews zu Marathon gezählt. Rund 30 Prozent werden der negativen Kampagne zugerechnet, während etwa 70 Prozent sehr positiv ausfielen.

Damit entsteht ein merkwürdiges Bild: Die Wertung von Marathon wird nicht nur durch das Spiel selbst geprägt, sondern durch einen Streit über Bungies Zukunft. Für Außenstehende ist das wenig hilfreich. Für Bungie ist es ein klares Zeichen, wie angespannt die Lage in der eigenen Community ist.

Auch Destiny 2 bekommt Unterstützung

Parallel dazu rief ein beliebter Reddit-Beitrag dazu auf, positive Bewertungen für Destiny 2 zu hinterlassen. Der Gedanke dahinter ist nachvollziehbar: Wer Destiny liebt, soll das Spiel unterstützen, statt den Frust auf Marathon abzuladen.

Ein Teil der Community argumentiert sogar, dass Marathon für Destiny 3 wichtig sein könnte. Die Logik: Wenn Marathon scheitert, könnte das auch Bungie schaden. Ob diese Einschätzung stimmt, ist offen. Sie zeigt aber, dass nicht alle Fans den neuen Shooter als Gegner sehen.

Was Bungie jetzt erklären muss

Bungie hat der Community noch keine klaren Informationen dazu gegeben, wie es mit Destiny langfristig weitergeht. Bekannt ist nur das große Update im Juni. Genau diese Lücke füllt die Community derzeit mit Sorgen, Spekulationen und Wut.

Marathon selbst steht noch am Anfang. Die Kritiken fielen weithin gut aus, die Erwartungen einiger Fans wurden aber nicht vollständig erfüllt. Bungie hält weiter an einer positiven Zukunft für Marathon fest. Neue Updates sollen mehr PvE-Inhalte und eine größere Idee für die Handlung bringen.

Für Spieler ist im Moment wichtig, Bewertungen genau zu lesen. Wer wissen will, ob Marathon etwas taugt, sollte auf konkrete Kritik zu Spielablauf, Inhalten und Technik achten. Reine Abrechnungen mit Bungies Destiny-Strategie sagen darüber nur wenig aus.

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.