WWE 2K25 ist da und ich war direkt gespannt. Frisch installiert, Sauce auf die Pizza, Gamepad in die Hand. Aber klar: Bei jedem neuen Release aus der 2K-Schmiede frage ich mich, was diesmal schiefgeht. Schnell wurde klar, hier gibt es mehr Gesichtsschläge von oben als im echten Ring.
Du willst wissen, ob sich der Kauf lohnt? Schnall dich an, hier kommt mein Test zu WWE 2K25 mit allen Ecken und Kanten, die du kennen solltest.
Story-Modus: Spannender Anfang, dann Flaute
Guter Start, schnelle Ernüchterung
Der Story-Modus geht schnell aufs Gas. Ich werde direkt als künftiges WWE-Gesicht aufgebaut. Es gibt Gänsehaut bei den ersten Cutscenes – aber die Story sackt schneller ab als der Undertaker nach einem Chokeslam.
Charaktere ohne Entwicklung
Im Vergleich zu WWE 2K23 fehlt mir die Tiefe. Ich habe zwei Figuren – einen männlichen und einen weiblichen Avatar. Keine klaren Fehler, keine Reue, keine echten Momente, in denen ich an ihnen hänge. Die Story tröpfelt dahin, Twists verpuffen. Nach zwei Dritteln dachte ich schon, die Handlung sei vorbei. Da geht mehr!
Social-Media-Hub verschenkt Potenzial
Der Hub wirkt einfach überflüssig. Früher habe ich mich über schräge Foren-Kommentare amüsiert oder Nebenmissionen angenommen. Dieses Jahr sind das nur belanglose Nachrichten. Da hätte ich gelacht, jetzt bin ich eher genervt.
Showcase-Modus: WWE-Geschichte mit Liebe zum Detail
Hello, Nostalgie!
Der Showcase-Modus glänzt und lässt mich alte WWE-Momente neu erleben. Paul Heyman als Erzähler wertet jedes Kapitel auf. Egal ob die Anoa’i-Familie oder Maivia – alles wirkt stimmig und voller Herzblut.
Keine Endlos-Matches mehr
Anders als früher musst du Kämpfe nicht immer per Pinfall entscheiden. Das spart Nerven. Allerdings sorgt besonders das Ladder-Match rund um Tamina für Frust: Die Aufgaben im Ring fühlen sich hektisch und nervig an, sogar auf leichtem Schwierigkeitsgrad.
Showcase als geheimes Hauptgericht
Gerade weil Story und Open-World-Ansatz schwächeln, ist der Showcase-Modus dieses Jahr das Highlight. Er macht Spaß und zeigt, wie viel WWE-Historie noch im Tank steckt.
The Island: Offenbarung mit Ingame-Währung
Halloween-Feeling trifft Pay-to-Win
The Island sieht auf den ersten Blick cool aus. Schauplätze erinnern an düstere Schlachtplätze. Doch schon nach kurzem Spielen knallt mir das Pay-to-Win-Modell ins Gesicht. Ohne echtes Geld bist du im Online-PVP-Modus ein Sparringspartner.
Attribute nur gegen Echtgeld schnell zu pushen
Statt Skills durch Spielen zu verbessern, heißt es: Zahlen, sonst wirst du abgehängt. VC (Virtual Currency) gibt es zwar für Matches, aber viel zu langsam. Wer ohne Griff ins Portemonnaie aufsteigen will, braucht Geduld und Frustresistenz.
Geringe Motivation für Casuals
Für mich geht der Spaß direkt flöten. Ich probiere ein paar Matches, habe aber keine Lust, ständig hinterherzuhinken – nur weil ich nicht zur Premium-Zielgruppe gehöre. Wo bleibt da der Sportsgeist?
Altbekanntes Gameplay: Kleine Lichtblicke und nervige Bugs
Chain-Wrestling und Submission-Miniduellen
Die Rückkehr zum Chain-Wrestling fühlt sich vertraut an. Der Submission-Balken bringt ein bisschen frischen Wind rein, ist leicht steuerbar und macht gerade für Einsteiger Spaß.
Steuerung – immer wieder Mysterium
Irish-Whips bringen mich zur Weißglut. Schiebe ich meinen Gegner in die Ecke, schießt er oft ins Nirwana. Auch bei Chaos im Ring bleibt die Ausführung einiger Moves Glückssache.
Animationsprobleme verderben den Spaß
Springt ein Gegner auf mich zu und ich bewege mich ein Stück, gleitet er plötzlich über den halben Bildschirm. Diese Bugs sind kein Drama, nerven aber gerade bei ernsten Matches. Da hätte ich mehr Feinschliff erwartet.
WWE 2K25 liefert unterhaltsame Momente – wenn du sie findest. Der Showcase-Modus ist mein persönliches Highlight. Der Story-Modus verschenkt Potenzial, und The Island verliert mit dem Pay-to-Win-Modell jeglichen Reiz. Wer keinen Wert auf Online-PVP legt, ist auf PC sogar besser dran: Dort kostet das Spiel weniger, aber The Island ist einfach nicht dabei.
Mein Tipp: Warte auf Rabatt-Aktionen, dann bekommst du für dein Geld mehr Spielspaß und weniger Frust. Fans der Reihe müssen sich auf Altbekanntes mit spärlichen Neuerungen einstellen. Mein größter Ärger: Faire Konkurrenz bleibt auf der Strecke, wenn Echtgeld zwingend zum Aufleveln nötig ist. Lass dir den Kauf gut durch den Kopf gehen – der Hype reicht nicht mehr für einen Blindkauf.
Über den Autor
Von FIFA bis Call of Duty, von Farming Simulator bis Age of Empires – ich liebe Games, bei denen Skill, Planung und Reaktion zählen. Ob auf dem virtuellen Schlachtfeld oder im Stadion: Ich spiele smart, schnell und immer mit Spaß. Let’s play smarter, not harder!