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Black Flag Resynced streicht Desmond: Ubisoft erklärt den Schnitt

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

Assassin’s Creed Black Flag Resynced wird die moderne Story des Originals nicht übernehmen. Damit fällt auch der damalige Erzählstrang rund um Desmond weg, der für viele Fans lange ein zentraler Teil der Reihe war.

Ubisoft begründet den Schritt damit, dass diese Handlung stark an die Zeit gebunden war, in der Black Flag ursprünglich erschien. Für die Neuauflage soll sie nicht mehr als Pflichtteil funktionieren. Ganz verschwinden soll die Gegenwartsebene aber nicht.

Warum die Desmond-Handlung gestrichen wurde

Game Director Richard Knight von Ubisoft Singapur erklärte, dass die Entscheidung früh gefallen sei. Die moderne Geschichte sei damals wichtig gewesen, weil viele Spieler wissen wollten, wie es mit Desmond und der übergreifenden Handlung weitergeht. Für Black Flag Resynced sieht Ubisoft diesen Druck offenbar nicht mehr.

Das ist ein klarer Schnitt. Resynced behandelt Black Flag nicht als reine Kopie mit neuer Technik, sondern als neues Spiel auf Basis des alten Materials. Genau deshalb passt die damalige Gegenwartshandlung aus Ubisofts Sicht nicht mehr sauber in den Rahmen.

Das Original bleibt wichtig

Ubisoft verweist auch darauf, dass das alte Assassin’s Creed Black Flag weiterhin in den Stores verfügbar ist. Wer die damalige Fassung mit der ursprünglichen modernen Handlung spielen will, soll also weiter diese Version nutzen können.

Das ist für Fans der Reihe ein wichtiger Punkt. Die Desmond-Ära war nicht nur Beiwerk. Sie war über mehrere Teile hinweg der Kitt zwischen den historischen Abenteuern. Wer genau diese Struktur noch einmal erleben will, bekommt sie in Resynced aber nicht als Hauptbestandteil.

Rifts ersetzen die Pflichtabschnitte

Ganz ohne Gegenwartsbezug kommt die Neuauflage trotzdem nicht aus. Im Spiel lassen sich Rifts finden. Diese liefern jeweils kleine Teile eines größeren Videos.

Diese Inhalte sind optional. Du musst sie also nicht spielen oder suchen, um der Hauptgeschichte zu folgen. Ubisoft versucht damit, zwei Gruppen zu bedienen: Fans, die noch einen Bezug zur alten Meta-Handlung haben, und Spieler, die vor allem das Piratenabenteuer erleben wollen.

Ein Schnitt mit Risiko

Die Entscheidung ist nachvollziehbar, aber nicht ohne Nebenwirkung. Für neue Spieler kann eine verschlankte Struktur angenehmer sein. Sie müssen keine alte Serienlogik nachholen, nur um Black Flag Resynced zu verstehen.

Für langjährige Fans ist es schwieriger. Gerade Black Flag stand noch in einer Phase, in der Assassin’s Creed stark über seine Gegenwartsrahmung definiert wurde. Wenn dieser Teil fehlt, verändert sich auch das Gefühl des Spiels.

Der Kompromiss über optionale Rifts ist deshalb sinnvoll, aber er ersetzt nicht dieselbe Erfahrung. Resynced setzt klar auf die historische Handlung und behandelt den modernen Rahmen als Zusatz. Wer damit leben kann, bekommt eine sauberere Neuauflage. Wer Desmonds Spuren fest mit Black Flag verbindet, sollte wissen: Diese Version setzt andere Prioritäten.

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.