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God of War Laufey ist kein Prequel, sondern Fayes Weg danach

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

God of War Laufey räumt mit einer naheliegenden Annahme auf: Das neue Spiel ist kein Prequel. Obwohl Faye, auch Laufey genannt, im God of War von 2018 bereits gestorben ist, setzt Sony Santa Monica nicht vor den bekannten Ereignissen an.

Stattdessen läuft ihre Geschichte parallel zu den Zeitlinien von God of War 2018 und Ragnarök. Der Kern ist Fayes Reise nach dem Tod, in ein Jenseits der Götter namens Everywhen. Für die Reihe ist das ein wichtiger Schritt, weil es nicht nur Lücken füllt, sondern die Regeln dieser Welt erweitert.

Faye steht nach ihrem Tod im Mittelpunkt

Die jüngste State-of-Play-Präsentation zeigte rund 20 Minuten Gameplay zu God of War Laufey. Im Zentrum steht Faye, Kratos’ Ehepartnerin und Mutter von Atreus. Nach ihrem Tod erwacht sie in einem fremden Land und merkt, dass ihre Pläne zum Schutz von Kratos und Atreus bedroht sind.

Das Spiel führt sie durch das Everywhen, ein Jenseits, in dem Götter aus verschiedenen Mythologien um Macht ringen. Die offizielle Beschreibung betont Fayes Tempo, Kontrolle und Härte im Kampf. Damit wird sie nicht als Randfigur der bekannten Geschichte behandelt, sondern als eigene Hauptfigur mit eigenem Konflikt.

Warum kein Prequel?

Game Director Ariel Lawrence und Creative Director Cory Barlog erklärten in einem Interview vor der Enthüllung, dass ein Prequel intern durchaus Thema war. Der spannendere Ansatz sei aber gewesen, dort weiterzumachen, wo die Spieler Faye zuletzt verortet hatten: tot, aber offenbar nicht am Ende ihrer Geschichte.

Das ist erzählerisch sinnvoll. Ein Prequel hätte bekannte Grenzen. Wir wüssten, wohin Fayes Weg führt. Eine Geschichte nach ihrem Tod kann dagegen neue Regeln setzen, ohne Kratos und Atreus direkt aus dem Mittelpunkt ihrer eigenen Spiele zu verdrängen.

Die Reihe wurde offenbar länger darauf vorbereitet

Barlog verwies darauf, dass bereits 2018 kleine erzählerische Spuren gelegt wurden, die ein größeres Universum stützen sollten. In Ragnarök stand dann unter anderem die Frage im Raum, was mit Göttern nach dem Tod passiert.

God of War Laufey scheint genau an dieser Stelle anzusetzen. Fayes Tod wird nicht nur als Auslöser für Kratos’ und Atreus’ Reise genutzt, sondern als Startpunkt für eine zweite Ebene der Geschichte. Das Everywhen könnte erklären, dass die Welt von God of War größer zusammenhängt, als es die griechische und die nordische Phase bisher gezeigt haben.

Was das für Fans bedeutet

Für langjährige Spieler wird jetzt vor allem interessant, wie eng Laufey mit God of War 2018 und Ragnarök verzahnt ist. Fans suchen bereits nach Hinweisen, ob Fayes Reise im Jenseits in den bisherigen Spielen angedeutet wurde oder ob unerklärte Ereignisse aus dem Everywhen beeinflusst wurden.

Wichtig ist aber: Sony Santa Monica verkauft das nicht als reine Rückblende. God of War Laufey soll die Geschichte aus Fayes Sicht vorantreiben. Das macht den Titel für die Reihe deutlich relevanter als eine einfache Ursprungsgeschichte.

Für mich ist genau das der klügere Weg. God of War muss nicht ständig erklären, was früher passiert ist. Spannender ist die Frage, wie weit diese Mythologie nach Ragnarök noch reicht und welche Rolle Faye dabei wirklich spielt.

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.