1666: Amsterdam lebt wieder sichtbar. Nach vielen Jahren Entwicklungsweg hat Patrice Désilets neue Details zu seinem Projekt genannt. Wichtig für alle, die nicht nur Trailer sehen wollen: Der Prolog ist als rund 30-minütige Demo kostenlos spielbar.
Das Spiel kommt für PC. Der Prolog ist über Steam und den Epic Games Store verfügbar. Ein genauer Veröffentlichungstermin wurde in den vorliegenden Informationen nicht genannt.
Ein Projekt mit langer Vorgeschichte
Patrice Désilets ist vor allem durch seine Arbeit an Prince of Persia: The Sands of Time, Assassin’s Creed 1 und 2 sowie Ancestors: The Humankind Odyssey bekannt. 1666: Amsterdam begleitet ihn schon sehr lange.
Der Entwicklungsweg zog sich über mehr als 15 Jahre. In dieser Zeit wechselten Spiel und Rechte durch verschiedene Stationen, bevor Désilets die Rechte zurückholen konnte. Für ihn bleibt es ein persönliches Projekt, an dem er trotz aller Umwege festgehalten hat.
Drei Zeiten, aber ein klarer Schwerpunkt
Der Prolog springt zwischen mehreren Figuren und Epochen. Genannt wurden Clio in der Gegenwart, ihr Vater Aaron im Jahr 1999 und die Hexe Noa im Jahr 1666.
Désilets ordnet die Spielanteile recht deutlich ein: Etwa fünf Prozent sollen in der Gegenwart in einer Bibliothek spielen, wo Clio ein Buch entschlüsselt. Rund 15 Prozent entfallen auf das Jahr 1999. Der große Rest führt als Noa nach 1666.
Die Abschnitte in 1666 und 1999 sollen sich dabei spiegeln. Das klingt nach einem Spiel, das seine Zeitebenen nicht nur als Kulisse nutzt, sondern miteinander verschränkt.
Die Katze ist kein Randdetail
Die auffälligste neue Information betrifft die spielbare Katze. Gezeigt wurde eine Katze, die durch dunkle, unheimliche Straßen läuft und springt.
Nach Désilets’ Beschreibung steckt dahinter kein normales Tier. Du spielst eine Katze, die eigentlich mit einer Figur aus dem Jahr 1999 verbunden ist. Mehr Kontext wurde nicht ausgeführt, aber die Idee passt zu einem Spiel, das mit Hexen, Identitäten und Zeitebenen arbeitet.
Vom Teufel zu Hexen
Die ursprüngliche Grundidee ging laut Désilets in eine andere Richtung: Ein Spiel, in dem man den Teufel spielt. Später verschob er den Fokus, weil Darstellungen von Satan in Serien und anderen Medien aus seiner Sicht bereits stark präsent waren.
Stattdessen rückten Hexen in den Mittelpunkt. Sie sollen offenbar eine ähnliche dunkle Kraft tragen, ohne direkt dieselbe bekannte Figur zu verwenden.
Warum der Prolog wichtig ist
Bei 1666: Amsterdam geht es nicht nur um eine neue Spielidee, sondern auch um die Frage, wie viel von der alten Vision heute noch trägt. Der kostenlose Prolog ist deshalb mehr als ein Werbestück. Er zeigt erstmals spielbar, wie Ton, Perspektivwechsel und die ungewöhnliche Katzenrolle zusammenkommen.
Wer PC-Spieler ist und mit düsteren historischen Settings, Zeitsprüngen und ungewöhnlichen Figuren etwas anfangen kann, hat jetzt einen konkreten Einstiegspunkt. Für eine endgültige Einschätzung braucht es aber mehr als den Prolog.
Über den Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.
