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1666 Amsterdam: Verschollenes Action-Adventure ist zurück

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

1666 Amsterdam ist wieder da. Das historische Third-Person-Action-Adventure von Patrice Désilets wurde beim Summer Game Fest neu vorgestellt, nachdem das Konzept viele Jahre als aufgegeben galt.

Interessant ist hier nicht nur die Rückkehr eines alten Projekts. Spannend ist vor allem, dass Spielerinnen und Spieler jetzt selbst prüfen können, was daraus geworden ist: Ein kostenloser Prolog mit rund 30 Minuten Spielzeit ist auf Steam und im Epic Games Store verfügbar.

Ein Projekt mit langer Vorgeschichte

1666 Amsterdam begann vor rund 15 Jahren bei THQ Montreal. Das Studio existiert inzwischen nicht mehr. Später wurde es von Ubisoft übernommen. Désilets, bekannt als Mitentwickler von Assassin’s Creed, arbeitete dort mehrere Jahre, bevor es zum Bruch mit Ubisoft kam.

Die Rechte an 1666 Amsterdam gingen später zurück an Désilets. In seinem Studio Panache Digital entstand aber zunächst Ancestors: A Humankind Odyssey. Erst danach rückte das alte Amsterdam-Projekt wieder stärker in den Fokus.

Was jetzt spielbar ist

Der kostenlose Prolog soll einen ersten Eindruck von Welt, Figuren und mehreren Zeitperioden geben. Er ist nicht als vollständiges Spiel gedacht, sondern als kurzer Einstieg in ein Projekt, das noch weiter wachsen soll.

Die bisherigen Nutzerbewertungen werden als verhalten beschrieben. Das ist bei einem frühen Prolog nicht automatisch ein schlechtes Zeichen, aber es setzt ein klares Signal: Panache Digital muss in den kommenden Monaten zeigen, wie stabil die Idee trägt.

Early Access 2026, Konsolen später

Das vollständige 1666 Amsterdam soll 2026 zunächst im Early Access auf dem PC erscheinen. Konsolenversionen sind für einen späteren Zeitpunkt geplant. Konkretere Angaben zu den Konsolen wurden nicht genannt.

Das Studio spricht von einem Team aus fast 70 Entwicklerinnen und Entwicklern in Montreal. In den vergangenen sechs Jahren habe man vor allem am spielbaren Zustand gearbeitet. Das ist eine wichtige Ansage, weil 1666 Amsterdam lange eher wie ein verschollenes Konzept wirkte als wie ein nahes Spiel.

Warum das Comeback spannend ist

Historische Action-Adventures haben heute andere Erwartungen zu erfüllen als vor 15 Jahren. Spieler achten stärker auf klare Systeme, gutes Missionsdesign und glaubwürdige Welten. Gleichzeitig bringt der Name Patrice Désilets automatisch hohe Erwartungen mit.

Der Prolog ist deshalb mehr als Werbung. Er ist ein früher Realitätstest. Wer neugierig auf das düstere Amsterdam-Projekt ist, kann jetzt selbst reinschauen. Wer ein fertiges Spiel erwartet, sollte den Early-Access-Charakter im Kopf behalten.

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.