Capcom hat eine wichtige Frage zum kommenden Resident Evil Veronica geklärt: Das Remake wird nicht aus der Ego-Perspektive gespielt, sondern als Third-Person-Spiel. Der Teaser beim Summer Game Fest hatte kurz für Spekulationen gesorgt, weil er in der Ego-Perspektive erzählt wurde.
Produzent Yoshiaki Hirabayashi stellte nach der Präsentation klar, dass der Teaser künstlerische Freiheiten nutzt. Für das eigentliche Spiel gilt: Die Kamera bleibt hinter der Figur. Das ist vor allem für Fans interessant, die nach Resident Evil Requiem mit einem Wechsel zwischen Perspektiven gerechnet hatten.
Warum die Klarstellung wichtig ist
Resident Evil hat in den letzten Jahren beide Wege genutzt. Einige Teile setzen stark auf Ego-Perspektive, die Remakes von Resident Evil 2 und Resident Evil 4 dagegen auf Third-Person. Veronica reiht sich nun klar in diese Remake-Linie ein.
Das passt auch zum ursprünglichen Code Veronica. Der Teil war stärker auf Action ausgerichtet als frühere Ableger. Dazu gehörten unter anderem zwei Maschinenpistolen gleichzeitig und Angriffe auf mehrere Gegner. Ob genau diese Mechaniken im Remake zurückkehren, ließ Hirabayashi offen.
Das Remake-Team soll zentrale Elemente bewahren
Capcom verweist beim Ansatz auf das Team hinter den Remakes von Resident Evil 2 und Resident Evil 4. Hirabayashi erklärte, dass dieses Team dazu neige, prägende und zentrale Aspekte eines Titels zu erhalten.
Das ist keine konkrete Feature-Liste. Es ist aber ein Hinweis darauf, dass Veronica nicht einfach neu erfunden werden soll. Wer die letzten Remakes gespielt hat, kann ungefähr einschätzen, in welche Richtung Capcom denkt: modernisieren, aber die Identität des Originals nicht komplett aufgeben.
Claire bleibt nicht plötzlich zur Supersoldatin
Auch zu Claire Redfield gab es eine Einordnung. Veronica spielt rund drei Monate nach den Ereignissen von Resident Evil 2. Capcom will diese kurze Zeitspanne ernst nehmen.
Claire hat Raccoon City überlebt und Training von ihrem Bruder Chris bekommen. Gleichzeitig sollen drei Monate keine unrealistische Verwandlung erklären. Sie wird also erfahrener sein als in Resident Evil 2, aber nicht wie eine Figur wirken, die jahrelang im Einsatz war.
Was wir jetzt sicher wissen
- Resident Evil Veronica erscheint als Remake 2027.
- Das Spiel wird in Third-Person gespielt.
- Der Ego-Teaser war nicht als Hinweis auf die Spielperspektive gedacht.
- Claire Redfield steht wieder im Zentrum und sucht nach Chris.
- Konkrete Details zu alten Kampfmechaniken wurden noch nicht bestätigt.
Für mich ist die Entscheidung nachvollziehbar. Veronica hat genug Eigenheiten, die ein Remake herausfordern. Eine zusätzliche Diskussion um die Perspektive hätte eher abgelenkt. Capcom setzt hier offenbar auf die Linie, die bei den großen Remakes bereits funktioniert hat.
Über den Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.
