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CD Projekt Red sieht The Witcher 4 als Vertrauensprobe

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

CD Projekt Red weiß, dass ein gutes Comeback nicht alle Wunden schließt. Co-CEO Michał Nowakowski hat in einem aktuellen Interview deutlich gemacht, dass der Start von Cyberpunk 2077 für das Studio und viele Fans ein harter Einschnitt war.

Für The Witcher 4 heißt das: Es geht nicht nur um ein neues Rollenspiel. Es geht auch darum, ob CD Projekt Red wieder das Vertrauen zurückholen kann, das nach The Witcher 3: Wild Hunt einmal sehr stark war und durch Cyberpunk 2077 schwer gelitten hat.

Cyberpunk 2077 bleibt der große Bruch

Nowakowski beschreibt den Start von Cyberpunk 2077 als tragisch und herzzerreißend. Vor allem auf PlayStation 4 und Xbox One trafen Spielerinnen und Spieler zum Release auf schwere Fehler, grafische Probleme und Abstürze. Das beschädigte den Ruf des Studios innerhalb weniger Tage.

Das war besonders bitter, weil CD Projekt Red nach The Witcher 3: Wild Hunt aus dem Jahr 2015 bei vielen als eines der verlässlichsten Rollenspielstudios galt. Cyberpunk 2077 hatte enorme Erwartungen im Rücken. Genau deshalb wirkte der Zustand zum Start so hart.

Verkaufserfolg ersetzt kein Vertrauen

Wirtschaftlich war Cyberpunk 2077 kein einfacher Fehlschlag. Laut den aktuellen Angaben hat sich das Spiel inzwischen mindestens 35 Millionen Mal verkauft. Auch der technische Zustand ist heute deutlich besser als zum Start.

Nowakowski sieht das aber nicht als vollständige Wiedergutmachung. Er sagt sinngemäß, dass CD Projekt Red manche Fans vielleicht auf unbestimmte Zeit verloren hat. Das ist eine nüchterne Aussage. Und sie passt besser zu dieser Lage als jede PR-Floskel.

The Witcher 4 muss mehr leisten als nur gut aussehen

The Witcher 4 hat noch kein Veröffentlichungsdatum. Trotzdem hängt an diesem Spiel bereits viel Gewicht. Es ist die Rückkehr zu einer Marke, mit der CD Projekt Red früher sehr viel Vertrauen aufgebaut hat.

Für Fans wird deshalb nicht nur zählen, ob die Welt groß ist oder die Quests stark sind. Wichtig wird auch sein, wie sauber das Spiel erscheint, wie offen das Studio kommuniziert und ob die Erwartungen wieder kontrollierter gesetzt werden.

Gerade nach Cyberpunk 2077 dürfte ein stabiler Start mehr wert sein als ein aggressiver Hype. CD Projekt Red muss nicht beweisen, dass es gute Spiele retten kann. Das hat Cyberpunk 2077 später gezeigt. Es muss beweisen, dass der nächste große Start nicht wieder zur Reparaturarbeit wird.

CD Projekt Red plant weiter, aber nicht im Jahrestakt

Nowakowski spricht auch über die Zukunft des Studios. CD Projekt Red möchte mehr Spiele entwickeln, aber nicht jedes Jahr zwingend einen großen Titel veröffentlichen. Es gibt einen groben Plan für die nächsten zehn Jahre, ohne den Markt mit CD-Projekt-Red-Spielen zu fluten.

Das ist ein wichtiger Punkt. Nach einem beschädigten Ruf hilft Masse wenig. Wenn das Studio wachsen will, ohne seine Marken zu überdehnen, muss Qualität vor Tempo stehen.

Was bereits bekannt ist

  • The Witcher 4 hat noch keinen Veröffentlichungstermin.
  • Für The Witcher 3 ist eine Überraschungserweiterung namens Songs of the Past für 2027 geplant.
  • Die Fortsetzung zu Cyberpunk 2077, oft als Cyberpunk 2 bezeichnet, ist im vergangenen Jahr in die Vorproduktion gegangen.
  • Ein Remake von The Witcher befindet sich ebenfalls in Entwicklung.

Für CD Projekt Red beginnt damit eine lange Phase, in der jedes neue Projekt auch ein Vertrauenssignal ist. The Witcher 4 wird dabei der erste große Prüfstein. Nicht, weil ein einzelnes Spiel alles reparieren kann, sondern weil ein sauberer, ehrlicher Start zeigen würde, dass das Studio aus Cyberpunk 2077 wirklich gelernt hat.

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.