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Review

Im Schatten von Assassin’s Creed Shadows

Lydia
  • 1 Min. Lesezeit

🏯 Eintauchen in eine neue Ära des Assassin’s Creed‑Universums

Am Veröffentlichungstag, dem 20. März 2025, habe ich Assassin’s Creed Shadows auf meinem PC gestartet – direkt auf dem Vorscreens der beiden Protagonisten Naoe und Yasuke. Das Setting: das feudale Japan rund um das Jahr 1579, kurz vor dem Beginn der Azuchi‑Momoyama‑Epoche, ein Land voller Kriegsherren und Gangstern, das in diesem Spiel atmosphärisch eingefangen wird. Das Steuersystem weist deutliche Unterschiede zwischen den beiden Figuren auf: Naoe, die schnelle Kunoichi im Schatten, und Yasuke, der präzise Krieger mit übermenschlicher Kraft.

Schon nach den ersten Kinosequenzen war mir klar: Dieses Spiel ist der Neustart, den die Serie dringend gebraucht hat. Jeder Schnitt, jede Landschaftsaufnahme und jeder Regenschleier erinnerte an einen komplexen Thriller – zum Greifen nah und trotzdem unergründlich.


🎭 Zwei Wege in zwei Welten

Ich konnte frei zwischen Naoe und Yasuke wechseln – selten zwischendurch, zumeist zwischen Missionen. Jede Figur verkörpert eine komplett andere Spielphilosophie:

  • Naoe agiert lautlos: Schatten, Licht und Höhepunkte werden ihr zum Verbündeten. Sie ist sprunghaft, nutzt Seilmaschinen, Kunai, Shuriken und den Enterhaken. Ihre Zielsetzung ist klar: lautlos, effizient, tödlich.
  • Yasuke hingegen ist ein Kraftpaket: mit Katana, Pfeil und Bogen oder der Naginata rückt er in direktem Kampf vor – ein Tanz aus Paraden, Konterrollen und vernichtenden Schwerthieben. Dafür ist er in der Bewegung eingeschränkt und kaum verletzlich.

Die Entscheidung, welche der beiden ich für eine Mission wähle, wird früh klar: nächtliche Spionage erfordert Naoe. Offene Konfrontation Yasuke. Und ja – ich habe alle Missionen in Bücherform mit der gleichen Figur geschafft, aber der Wechsel zwischen den Stilen brachte unbeschreibliche taktische Tiefe.


🌸 Ein lebendiges Japan mit Mandelblüten

Die Spielwelt erstreckt sich über neun Provinzen, mit lebendigen Dörfern, schattigen Wäldern und pulsierenden Städten wie Osaka und Fukuchiyama. Die Umgebung wirkt detailverliebt: jede Blüte, jeder Federbusch im Gras, jede Geräuschkulisse. Als ich das erste Mal von einem Aussichtsturm absprang – den klassischen „Leap of Faith“ mit einem Sprung ins Heu – fühlte sich das intuitiv richtig an.

Was mir besonders gefallen hat: die Symbole auf der Karte erscheinen erst nach eigener Erkundung – keine automatische Synchronisation, kein Markieren durch bloßes Herangehen. Ich musste wirklich sehen, hören oder riechen, was mich erwartete, um Hotspots zu entdecken.


☀️ Dynamik von Wetter und Jahreszeiten

In Shadows erlebt ihr vier Jahreszeiten, die sich nicht zufällig ändern, sondern von euren Fortschritt in der Story abhängen. Ein Winterlock führt zu zugefrorenen Seen, die einstige Schleusentore für Späher verwehrten, während im Frühling und Sommer unsichtbare Wege sichtbar werden. Auf Tempeldächern zeugen herunterfallende Eiszapfen von realer Gefahr – Naoe muss die Balance zwischen Geräuschkontrolle und Tarnung lernen.


🏗️ Mein eigenes Versteck errichtet

Besonders motivierend: das Basenbausystem. Bald nach Spielbeginn konnte ich Ressourcen sammeln, um Steinpackhäuser, Tiergehege und Trainingsbereiche zu bauen. Die Zwischensequenzen mit Affen, Katzen oder Rehen im Versteck sorgen für eine atmosphärische Ruhepause. Gleichzeitig bedeutet jede Bauten-Upgrades: neue Späher, Wissenserweiterungen und Skillboni – entscheidende Vorteile in späteren Missionen.


🗡️ Leveln, Schleichen, Kämpfen

Das Herzstück des Gameplays besteht aus einer ausgewogenen Balance von Talentbäumen, Ausrüstungs-Upgrades und gezielten Stealth‑Angriffen:

  • Naoe bewegt sich stets elegant: Parkour über Baumstämme, Seilpfeile, Rauchbomben, schleichende Attentate aus hochgelegener Position.
  • Yasuke fühlt sich wie ein Kriegsmeister: einkalkulierbar im Schlagabtausch, mit flüssigen Paraden, knackigem Trefferfeedback – auch gegen gleich mehrere Gegner bezwingt er sie mit Leichtigkeit.

Die schwieriger gestalteten Begegnungen mit Schlüsselzielpersonen – denen ich bewusst aus dem Weg ging, um Spoiler zu vermeiden – zeugen von Gefühl für Zielsetzung und Timing. Ausrüstungsitems und Fähigkeitsbäume lassen sich zudem auf individuelle Spielstile anpassen.


⏱️ Umfangreich trotz Fokus

Die Hauptstory beanspruchte bei mir etwa 35 Stunden – das perfekte Mittelmaß zwischen Mirage und Valhalla. Für Alle Inhalte, einschließlich Nebenquests, Tierpuzzles, Versteckte-Schriftrollen-Sammlungen etc., sammelte ich etwa 100 Stunden Spielzeit zusammen – natürlich nicht linear. Es ist diese Balance aus fokussiertem Hauptplot und zusätzlichen Inhalten, die den Reiz ausmacht.


♞ Fazit: Warum ich es als meinen Schattenkrieg sehen würde

Für mich ist Assassin’s Creed Shadows kein Overhyped-Blockbuster – es ist ein sorgfältig poliertes Erlebnis, das die Essenz der Serie neu entfacht, ohne altbewährte Mechaniken zu meiden. Das Duo Yasuke / Naoe liefert zwei Stimmen eines Japan-Abenteuers auf einem schmalen Grat zwischen RPG und Stealth‑Action. Die Grafik, der Soundtrack (inklusive traditioneller Instrumente), und eine Story, die stärker emotional bindet als früher, machen dich zur örtlichen Legende, Minute um Minute – im Schatten.

Über den Autor

Lydia Autor

Community-Managerin bei GoodGame.Ruhr und Expertin für Mobile Gaming und Casual Games. Sorgt dafür, dass unsere Community lebendig bleibt und organisiert regelmäßige Gaming-Events und Turniere.