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Take-Two setzt beim Streaming auf GTA-6-Niveau

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

Cloud-Gaming ist seit Jahren verfügbar, doch für viele Spieler bleibt die Konsole oder der PC die verlässlichere Wahl. Zu oft stehen Bildqualität, Eingabeverzögerung und eine stabile Verbindung dem lokalen Spielen im Weg.

Strauss Zelnick, Chef von Take-Two, hält einen deutlichen Schritt nach vorn innerhalb der kommenden drei Jahre für möglich. Seine Messlatte ist hoch: Streaming müsse große Produktionen wie GTA 6 bei Reaktion und Bildqualität auf Konsolenniveau bringen. Sonst sei es für Take-Two kaum relevant.

Streaming soll aus mehr Geräten Spieleplattformen machen

Zelnick erwartet einen kommerziell tragfähigen Streaming-Markt mit geringer Latenz. Dann könnten Geräte, die bisher keine Konsolen sind, als Zugang zu Spielen dienen. Dadurch würde die potenzielle Zahl erreichbarer Geräte stark wachsen.

Das ist keine Umsatzprognose im gleichen Maßstab. Viele Menschen besitzen bereits eine Konsole. Für Spiele mit großem Interesse über die etablierten Kernmärkte hinaus könnte der leichtere Zugang dennoch neue Chancen schaffen.

GTA 6 als technischer Prüfstein

Mit GTA 6 nennt Zelnick bewusst keinen kleinen Testfall. Ein Titel dieser Größe muss schnell auf Eingaben reagieren und zugleich eine überzeugende Bildqualität liefern. Seine Aussage ist deshalb weniger ein Versprechen für einen konkreten Dienst als eine klare Bedingung: Streaming muss bei anspruchsvollen Spielen bestehen, nicht nur bei technisch genügsamen Angeboten.

Zelnick räumt selbst ein, dass seine Einschätzung spekulativ ist. Wäre diese Qualität bereits heute flächendeckend erreichbar, so seine Logik, wäre der von ihm genannte Zeitraum nicht nötig.

Teure Hardware erhöht den Druck

Der Hintergrund sind steigende Kosten für Konsolenkomponenten. Zelnick bezeichnete teurere Hardware als problematisch, weil niedrigere Gerätepreise mehr Menschen den Einstieg ermöglichen. Für Softwareanbieter ist eine große installierte Basis besonders wichtig.

Auch Microsoft testet bereits werbefinanziertes Xbox-Streaming. Das soll auf vorhandenen Geräten laufen und unter anderem Besitzern älterer Xbox-One-Konsolen den Zugriff auf neuere Spiele ermöglichen. Gerade dort, wo neue Hardware schwer erhältlich oder teuer ist, kann das ein praktischer Vorteil sein.

Was Spieler davon hätten

Ein gutes Streaming-Angebot könnte den Kauf einer neuen Konsole weniger dringend machen. Das wäre vor allem dann relevant, wenn Hardwarepreise weiter steigen. Der Haken bleibt die Technik zu Hause: Ohne ausreichend schnelle und stabile Internetverbindung nützt auch ein leistungsfähiger Rechenserver wenig.

Für Take-Two ist die Richtung damit klar. Nicht das bloße Vorhandensein eines Cloud-Dienstes zählt, sondern ein Spielerlebnis, das bei einem Spiel wie GTA 6 nicht nach Kompromiss wirkt. Ob die Branche dieses Niveau in drei Jahren breit liefern kann, bleibt offen.

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.