Während Xbox laut den vorliegenden Informationen eine schwierige Phase mit angekündigten Stellenstreichungen durchläuft, soll Blizzard intern starke Zahlen gemeldet haben. In durchgesickerten E-Mails wird das Studio für das Geschäftsjahr 2026 als leistungsstärkste Einheit innerhalb der Xbox-Studio-Sparte bezeichnet.
Die Angaben sind nicht offiziell von Microsoft oder Blizzard veröffentlicht worden. Sie liefern dennoch einen interessanten Kontrast zur breiteren Lage bei Xbox, die sich nach eigenen Ankündigungen stärker auf Kernmarken konzentrieren will.
Zwei Reihen sollen den Ausschlag gegeben haben
Besonders Overwatch und Diablo 4: Lord of Hatred werden in den internen Aussagen als entscheidende Erfolgsfaktoren genannt. Lord of Hatred, die zweite Erweiterung zu Diablo 4, erschien den Angaben zufolge im April 2026. Sie ergänzt das Action-Rollenspiel um weitere Handlung, eine neue Region sowie Paladin und Hexenmeister als Klassen.
Bei Overwatch zeigt sich ein anderer Weg. Der Helden-Shooter hatte über die Jahre mehrere schwierige Phasen, erhielt zuletzt aber große Anpassungen. 2025 kamen Lootboxen zurück, dazu wurde ein Perk-System eingeführt. 2026 fiel außerdem die „2“ aus dem Namen weg. Für das Jahr wurden zehn neue Helden und weitere Verbesserungen an der Bedienung angekündigt. Laut den Mails erzielte Overwatch zuletzt sein stärkstes Quartal seit 2022.
Zwei Wachstumsjahre in Folge
Blizzard soll die Geschäftsjahre 2025 und 2026 als erste zwei aufeinanderfolgende Wachstumsjahre seit dem Geschäftsjahr 2017 verbucht haben. Das Geschäftsjahr 2026 sei zugleich das drittumsatzstärkste Jahr in der Geschichte des Studios gewesen.
Das ist vor allem deshalb bemerkenswert, weil Blizzard viele bekannte Marken verwaltet, die außergewöhnliche Geschäftsentwicklung laut den Angaben aber im Wesentlichen an Overwatch und Diablo hing. Für Microsoft dürfte das ein Hinweis sein, wie wichtig dauerhaft gepflegte Spiele und große Erweiterungen im aktuellen Portfolio bleiben.
BlizzCon könnte Hinweise auf die nächsten Schritte liefern
Was nach Overwatch und Diablo 4: Lord of Hatred folgt, ist weiterhin offen. Berichten zufolge arbeitet Blizzard unter anderem an mobilen Ablegern und Projekten, die seine Marken über Spiele hinaus erweitern sollen. Außerdem sollen die Arbeiten am nächsten großen Diablo-Projekt voranschreiten.
Konkrete Ankündigungen fehlen bislang. Die BlizzCon 2026 findet am 12. und 13. September statt und könnte erstmals klarer zeigen, welche Rolle Blizzard in Microsofts künftiger Spieleplanung einnehmen soll.
Über den Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.
