Supermassive Games hat ein Konsultationsverfahren für einen möglichen Stellenabbau eingeleitet. Bis zu 75 Mitarbeitende könnten betroffen sein. Das Studio bezeichnet den Schritt als notwendig, um die eigene Zukunft zu sichern.
Für die Belegschaft ist es bereits die dritte Entlassungswelle innerhalb von drei Jahren. Das Unternehmen erklärt, Betroffene während des Verfahrens unterstützen zu wollen.
Dritter Personalabbau seit 2024
Im Februar 2024 hatte Supermassive Games bereits rund 90 Stellen gestrichen. Im Juli 2025 folgten weitere 35. 2023 beschäftigte das Studio laut den vorliegenden Angaben etwa 350 Menschen, diese Zahl habe sich inzwischen ungefähr halbiert.
Solche Zahlen zeigen, wie stark selbst bekannte Teams unter Druck stehen können. Supermassive hat sich mit entscheidungsbasierten Horrorspielen einen klaren Namen aufgebaut. Personalabbau in dieser Größenordnung betrifft deshalb nicht nur einzelne Produktionen, sondern auch die Erfahrung, die für verzweigte Geschichten und mehrere Spielausgänge nötig ist.
Directive 8020 mit gemischter Resonanz
Die jüngste Veröffentlichung des Studios war Directive 8020 aus der Reihe The Dark Pictures. Das Spiel erschien im Mai. Auf Steam fielen die bisherigen Reaktionen gemischt aus, bei rund 1.400 abgegebenen Bewertungen.
Auch andere jüngere Projekte des Teams fanden laut den vorliegenden Informationen keine durchgehend starke Resonanz. Genannt werden Little Nightmares 3 sowie das Dead-by-Daylight-Spin-off The Casting of Frank Stone.
Keine neue Produktion angekündigt
Ein kommendes Projekt hat Supermassive Games derzeit nicht öffentlich benannt. Damit bleibt offen, wie sich der Abbau auf die weitere Arbeit an Horrorspielen und auf mögliche Fortsetzungen auswirkt.
Für Fans von Until Dawn und The Dark Pictures ist das vor allem ein nüchterner Hinweis auf die Lage hinter den Kulissen: Ein etabliertes Horror-Studio muss seine Größe erneut deutlich reduzieren, obwohl seine Marken weiterhin bekannt sind.
Über den Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.
