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Horizon Hunters Gathering soll grundlegend umgebaut werden

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

Für Horizon Hunters Gathering steht offenbar ein harter Kurswechsel an. Nach negativen Rückmeldungen aus geschlossenen Spieltests soll Sony eine weitreichende Überarbeitung des Koop-Spinoffs angeordnet haben.

Das Projekt ist demnach nicht eingestellt. Seine bisherige Form dürfte aber nicht bestehen bleiben: Aus dem geplanten Live-Service-Spiel soll ein kleineres Koop-Erlebnis mit Story-Modus werden.

Weniger Live-Service, kleinerer Rahmen

Guerrilla soll seit Juni an einem Neustart arbeiten. Vorgesehen sei, die Live-Service-Elemente zu streichen und den Umfang deutlich zu reduzieren. Damit würde sich die Ausrichtung spürbar von dem entfernen, was bei der Ankündigung im Februar gezeigt und beschrieben wurde.

Damals war Horizon Hunters Gathering als taktische Drei-Spieler-Koop-Action gegen Maschinen angelegt. Spielbare Jäger mit Nah- und Fernkampfrollen, anpassbare Builds über ein Roguelite-Perksystem sowie wiederholbare Jagden sollten den Kern bilden. Dazu kamen die Modi Machine Incursion mit Maschinenwellen und Boss sowie Cauldron Descent als längere, mehrstufige Herausforderung.

Unklar ist, welche dieser Bausteine den Umbau überstehen. Das betrifft auch den sozialen Treffpunkt, Händler, Verbesserungen und die angekündigte Kampagne. Gerade diese Elemente waren eng mit der ursprünglichen Struktur des Spiels verbunden.

Der nächste Meilenstein wird entscheidend

Der Neustart scheint unter hohem Druck zu stehen. Mitarbeitende sollen bis Dezember einen nächsten Meilenstein vorlegen, der die PlayStation-Führung überzeugt. Gleichzeitig werden offenbar Teile des Teams auf ein anderes Guerrilla-Projekt versetzt.

Das ist kein formelles Aus für Hunters Gathering. Es zeigt aber, dass Sony die Investition neu bewertet. Ein kleineres Spiel mit klarer Koop-Struktur könnte leichter zu planen und besser zu testen sein als ein dauerhaft betreutes Online-Angebot mit vielen Systemen.

Ein weiteres Signal für Sonys Online-Strategie

Der Fall passt zu Sonys inzwischen vorsichtigerem Umgang mit Live-Service-Projekten. Helldivers 2 war mit 12 Millionen verkauften Exemplaren in zwölf Wochen ein großer Erfolg. Andere Vorhaben liefen deutlich schlechter oder wurden vor der Veröffentlichung beendet.

Concord wurde nach sehr kurzer Laufzeit wieder vom Netz genommen und später komplett eingestellt. Auch das Multiplayer-Projekt zu The Last of Us sowie weitere unangekündigte Online-Spiele wurden gestrichen. Sony hatte ursprünglich mehr als zehn Live-Service-Titel bis März 2026 eingeplant, reduzierte die Zahl der geplanten Veröffentlichungen später jedoch auf sechs.

Für Horizon ist die Lage zusätzlich interessant, weil noch ein weiteres Multiplayer-Projekt im Universum entsteht. Horizon Steel Frontiers wird von NCSoft entwickelt und soll für Mobilgeräte sowie PC erscheinen. Hunters Gathering wäre damit nicht die einzige Online-Erweiterung der Reihe, aber womöglich diejenige, deren Richtung sich jetzt am stärksten verändert.

Was Spieler jetzt daraus mitnehmen können

Wer auf ein Monster-Hunter-artiges Horizon mit festen Jagden gehofft hat, sollte vorerst keine Details der Ankündigung als gesetzt betrachten. Der gemeldete Umbau kann bedeuten, dass der Fokus künftig stärker auf kooperativen Missionen und einer erzählten Kampagne liegt.

Ob diese Neuausrichtung dem Spiel hilft, entscheidet sich an den kommenden internen Meilensteinen. Bis dahin bleibt Horizon Hunters Gathering ein Projekt mit offenem Ausgang.

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.