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Uncharted: Warum ein Drake’s-Fortune-Remake skeptisch gesehen wird

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

Ein mögliches Remake von Uncharted: Drake’s Fortune wäre nicht automatisch ein Gewinn. Diese Einschätzung kommt von Benson Russell, der an den ersten beiden Serienteilen als Designer beteiligt war und heute bei Naughty Dog arbeitet.

Russell stellt dabei nicht infrage, dass ein Spiel technisch altern kann. Sein Punkt ist grundsätzlicher: Wenn ein Titel weiterhin präsent und auf moderner Hardware spielbar ist, brauche es nicht zwingend eine vollständige Neuauflage.

Mehr als nur neue Grafik

Drake’s Fortune erschien 2007 für PlayStation 3 und eröffnete die ursprüngliche Uncharted-Trilogie. Rund um einen möglichen Neubau gab es in den vergangenen zwei Jahren zwar Gerüchte, bestätigt wurde ein solches Projekt aber nicht.

Russell warnt vor den Folgen eines echten Remakes. Wer den ersten Teil heute umfassend überarbeitet, müsste aus seiner Sicht nicht nur Steuerung und Technik anfassen. Auch Geschichte, Szenen und Rhythmus stünden schnell zur Debatte. Genau dort könnte sich der Geist des Originals verändern.

Erhalt oder Neubau?

Als Vergleich nennt Russell Spiele, deren Bedienung oder Verfügbarkeit eine moderne Fassung deutlich sinnvoller machen kann. Bei Drake’s Fortune sieht er diese Hürde nicht in gleicher Form, weil bereits eine Version für aktuelle Konsolen existiert.

Das ist ein wichtiger Unterschied in der Remake-Debatte. Eine restaurierte Fassung kann ein Spiel zugänglicher machen. Ein kompletter Neubau setzt dagegen neue Prioritäten und muss entscheiden, welche alten Ideen bleiben, welche verschwinden und was ergänzt wird. Gerade bei einem Serienauftakt kann das die Erinnerung an den ursprünglichen Ton stark verschieben.

Keine Bestätigung für ein Projekt

Russells Aussagen sind keine Ankündigung über die Pläne von Naughty Dog. Ob ein Remake von Drake’s Fortune tatsächlich in Arbeit ist, bleibt offen. Bekannt ist nur, dass das Studio an seinem nächsten Titel Intergalactic: The Heretic Prophet arbeitet.

Für Fans ist die Aussage dennoch ein sinnvoller Gegenpol zu den Gerüchten. Nicht jeder bekannte Klassiker braucht einen Neubau. Manchmal ist die bessere Frage nicht, wie viel moderner ein Spiel aussehen könnte, sondern was bei der Überarbeitung verloren gehen würde.

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.