Marvel’s Wolverine soll die Folgen harter Kämpfe sichtbar machen, ohne Logan über lange Strecken in völlig zerstörter Kleidung herumlaufen zu lassen. Genau deshalb regeneriert sich nicht nur sein Körper, sondern auch sein Anzug nach bestimmten Momenten.
Bei Insomniac ist das keine ausufernde Erklärung aus dem Marvel-Kosmos, sondern eine bewusste Abwägung für den Spielfluss. Wolverine steckt in Kämpfen viel ein. Würde jeder Riss dauerhaft bleiben, wäre sein Outfit nach kurzer Zeit kaum noch als Anzug zu erkennen.
Schaden soll sichtbar sein, aber nicht stören
Die Entwickler wollen die Brutalität der Auseinandersetzungen nicht ausblenden. Kleidung kann zerfetzt wirken, und Logan trägt die Spuren eines Kampfes zunächst sichtbar mit sich herum. Laut dem Team wurde jedoch klar, dass dieser Zustand nicht zu lange anhalten sollte.
Der Grund ist einfach: Wolverine soll sich weiterhin kraftvoll anfühlen. Ein dauerhaft ramponierter Look würde diesen Eindruck nach Ansicht der Entwickler schwächen. Die automatische Reparatur setzt daher dort an, wo der Schaden seine Funktion als sichtbare Kampfspur erfüllt hat.
Jeder Anzug braucht eigene Schadensstufen
Hinter dem Effekt steckt mehr als ein einzelner Wechsel zwischen sauberem und beschädigtem Modell. Für jeden Anzug musste ein eigener Prozess entstehen, der unterschiedliche Beschädigungen darstellen kann. Das betrifft Logans Kleidung ebenso wie die Outfits seiner Gegner.
Damit bleibt der Anzug nicht bloß kosmetisch. Er soll anzeigen, wie intensiv ein Kampf gerade war, ohne den Rest einer Mission optisch zu dominieren.
Blut reagiert auch auf Wasser
Besonders viel Aufwand floss laut Insomniac in das Blutverhalten. Die Spritzer sollen nicht nur vorbereitete Effekte sein, sondern als Partikel aus den Treffern entstehen. Sie können auf Logan und dem Boden landen und dabei passende Spuren hinterlassen.
Läuft Wolverine durch Wasser, wird das Blut abgewaschen. Im Wasser sollen dabei sichtbare Blutwirbel entstehen. Das passt zu einem Spiel, das seine Kämpfe als körperlich und direkt zeigen will, ohne den Schaden an Kleidung dauerhaft festzuschreiben.
Eine praktische Lösung für einen unpraktischen Helden
Die Diskussion um den sich heilenden Anzug ist nachvollziehbar. Dauerhafte Schäden könnten eine zusätzliche Ebene schaffen. Bei Wolverine kollidiert diese Idee aber schnell mit seiner Rolle im Kampf: Er nimmt Treffer bewusst in Kauf und heilt wieder. Insomniac setzt deshalb auf sichtbare Konsequenzen im Moment statt auf einen Look, der sich über das gesamte Spiel hinweg immer weiter auflöst.
Über den Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.
