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Preview

Baby Steps: Jeder Schritt zählt

Lydia
  • 1 Min. Lesezeit

Fünf Minuten reichen manchmal aus, um komplett abzutauchen. Genau so erging es mir mit Baby Steps. Ich saß im Demo-Raum und plötzlich wollte ich Nate unbedingt nach Hause bringen. Das neue Projekt von Gabe Cuzzillo, Maxi Boch und Bennett Foddy baut auf einer simplen Idee auf: Steuere einen Typen auf der Couch, der auf einmal in einer fremden Welt landet. Doch einfach nur laufen? Denkste! Meine Aufgabe war es, Nate mit Gefühl und Rhythmus in den Beinen zu lenken. Und das klang erst kompliziert, wurde aber schnell zu einem echten Erlebnis.

Die Welt von Baby Steps wollte mich sofort herausfordern. Felsige Treppen, wacklige Holzbalken, alte Karussellruinen – jeder Schritt fühlte sich wie ein kleiner Sieg an. Es gibt in dieser Welt immer etwas zu tun, und die Entwickler haben es geschafft, dass jeder Abschnitt anders funktioniert. Schnell merkte ich: So ein simples Thema wie „laufen“ wird hier zur größten Hürde. Und genau das macht so viel Spaß!

Geniales Laufgefühl und fordernde Steuerung

Kopf zerbrechen über jeden Schritt

Laufen in Baby Steps ist anders als in fast allen anderen Spielen. Ich vergesse schnell, wie einfach es sonst auf Knopfdruck funktioniert. Hier muss ich Nates Beine gezielt bewegen, dabei die Trigger und Bumper benutzen und jedes Mal überlegen, wohin ich trete. Rückschläge bleiben nicht aus. Ich falle runter, plumpse auf den Boden oder muss Wege neu probieren. Das fühlt sich manchmal herrlich albern an, aber genau das motiviert immer wieder zum Weitermachen.

Vergleich mit QWOP und Getting Over It

Vorherige Spiele wie QWOP oder Getting Over It waren schon echte Geduldproben. Aber Baby Steps treibt die Idee weiter. Nicht der Weg ist das Ziel, sondern wie ich Nate steuere. Jede Bewegung will gelernt sein. Die Physik der Beine, das Timing – alles spielt zusammen. Jedes Missgeschick gehört einfach dazu. Ich lache oft, auch über meinen eigenen Frust, und will direkt noch mal versuchen, einen besseren Lauf hinzulegen.

Open World ohne Kompass und Wegweiser

Intuition statt Marker

Wo soll es langgehen? Baby Steps sagt: Du schaffst das schon! Keine Karte, keine Pfeile, keine Minimap. Ich nutze meinen Instinkt, schaue mich um, entdecke kleine Hinweise oder Items am Wegesrand. Mal gibt es ein Schild, mal blitzt etwas im Baum, mal wartet am Ende einer Arena einfach ein neues, lustiges Detail.

Vielfalt bei jedem Versuch

Die Entwickler erzählten, alle vier Tester am Tag fanden ganz eigene Wege durchs Level. Es gibt nicht die perfekte Route. Wenn ich mich verlaufe, liegt es nie an der Karte, sondern immer an meinen Beinen – oder besser, an meinen Daumen. Meine Erfahrung mit Open Worlds hilft mir nur wenig, weil Baby Steps Problemlösung komplett anders anpackt. Genau das macht die Erkundung besonders motivierend.

Witzige Belohnungen und Challenges überall

Versteckte Gimmicks sammeln

Wer abseitige Routen ausprobiert oder riskante Sprünge wagt, wird oft mit kleinen Extras belohnt. Ich fand auf der Spitze eines alten Karussells einen lustigen Hut. Nur hielt der nicht lange – ein unaufmerksamer Schritt, und schon lag er wieder irgendwo im Dreck. Genau das fordert mich heraus. Plötzlich setze ich mir selbst das Ziel: Vielleicht schaffe ich es ja, den ganzen Abschnitt mit Hut durchzuziehen? Solche Mini-Challenges machen aus jedem Lauf etwas Besonderes.

Mehr als nur Hüte: Humor und kleine Nebenquests

Nicht alles verrate ich, aber die Sache mit dem Cup hat mir ein breites Grinsen ins Gesicht gezaubert. Baby Steps lebt von diesen überraschenden Einfällen. Immer wieder stoße ich auf neue Gags oder finde Items, bei denen ich direkt an Freunde denken muss, die sich darüber freuen werden. Die Entwickler haben Sinn für schräge Belohnungen und wissen genau, wie sie uns zum Lachen bringen.

Charaktere mit schrägem Charme

Nate als Held wider Willen

Nate ist ein sympathischer Loser. So richtig weiter im Leben ist er nie gekommen. Jetzt landet er in einer Welt, in der er sich komplett fremd fühlt. Sein Umgang mit der Umgebung, seine Reaktionen auf andere Charaktere – das hat mich direkt an einen Cartoon erinnert. Ich fühle mit Nate, gerade weil er nicht perfekt ist.

Skurrile NPCs und starke Dialoge

In meinem Demo-Run traf ich kuriosen Figuren, die alle einen an der Waffel haben. Die Gespräche stecken voller Witz und Überraschungen. Es gibt keine öde Exposition. Alles läuft über kleine Gags, gezielte Sprüche und clevere Dialoge. Das lockert die Atmosphäre immer wieder auf.

Audio und Technik als starker Stimmungsmacher

Sounds, die sitzen

Jeder Sturz, jede Kollision, jeder neue Schritt klingt anders. Die Soundeffekte sind so witzig und direkt, dass ich fast jedes Mal schmunzeln muss. Es klingt, als würde Nate live an meinen Kopfhörern verzweifeln, wenn er wieder ausrutscht. Diese wuchtigen Impact-Geräusche funktionieren richtig gut.

Musik und Natur gemeinsam im Fokus

Die Musik vermischt sich oft mit Umgebungssounds: Vögel, Frösche, Wind. Das wirkt stimmig, nie aufgesetzt. Gleichzeitig muss ich mir keine Sorgen um Game Over machen. Nate bleibt unverwüstlich, egal wie oft ich abstürze. So bleibt der Fokus ganz beim Gameplay und beim Herumprobieren – ohne Angst vor Misserfolg.

Technische Details, Plattformen und Entwickler-Insights

Großes Team, viele Ideen

Bennett Foddy, Gabe Cuzzillo und Maxi Boch arbeiten zusammen an Baby Steps. Vorher brachten sie uns QWOP, Getting Over It und Ape Out. Das Team kennt sich mit knackigen, oft verrückten Spielen aus. Hier wollen sie die zugänglichste Erfahrung liefern, ohne Einbußen bei Challenge oder Witz.

Plattformen, Release und Technik auf den Punkt

Baby Steps erscheint für PlayStation 5 und PC. Technisch läuft alles flüssig, die Demo zeigte keine Bugs und die Steuerung fühlte sich trotz Schwierigkeiten präzise an. Die Grafik mischt Cartoon-Elemente mit natürlichen Farben. Der reduzierte Look passt perfekt zum Humor des Spiels.

Franchise-Vergleich und Erwartungen an Baby Steps

Was ist neu?

Andere Games versuchen, offenes Erkunden und Physik zu kombinieren. Doch Baby Steps bringt Steuerung und Welt so direkt zusammen wie kein anderes Spiel davor. Nichts wird markiert, alles baut auf Versuch und Irrtum. Diese Mischung hebt das Spiel aus der Masse hervor.

Fans und Neulinge willkommen

Während Getting Over It schnell frustrierte, wirkt Baby Steps wie ein freundlicher Einstieg. Hier gibt es keinen Game Over, weniger Wut, aber genauso viel zu lachen und zu entdecken. Egal, ob du QWOP kennst oder nicht – dieses Spiel lockt alle, die Lust auf schräge Ideen haben.

Ich habe selten bei einem Spiel so viel gelacht und geflucht wie hier. Baby Steps packt mich mit seinem irre witzigen Ansatz, aus der simpelsten Mechanik ein Abenteuer zu machen. Die physikbasierten Steuerungs-Gimmicks kennen viele schon, aber hier bleibt alles frisch, weil ich selbst experimentieren darf. Die Welt lädt zum Erkunden ein, kleine Belohnungen motivieren immer weiter. Die Entwickler wissen genau, wie sie uns herausfordern und zum Schmunzeln bringen.

Die Technik stimmt, der Humor sitzt und das Spielgefühl ist einzigartig. Baby Steps zeigt mir, was passiert, wenn man aus einer einfachen Mechanik ein riesiges Abenteuer bastelt. Ich zähle die Tage, bis ich die Vollversion endlich spielen kann. Falls du auf skurrile Herausforderungen, witzige Belohnungen und eine Steuerung mit Eigenleben stehst, bist du hier genau richtig!

Das größte Lob: Nach jeder Session will ich sofort wieder loslegen und bessere Routen finden. Die Kombination aus Challenge, Humor und Freiheit trifft mitten ins Herz von Gaming-Fans, die Neues erleben möchten.

Über den Autor

Lydia Autor

Community-Managerin bei GoodGame.Ruhr und Expertin für Mobile Gaming und Casual Games. Sorgt dafür, dass unsere Community lebendig bleibt und organisiert regelmäßige Gaming-Events und Turniere.