Zurück zu den News
News

GTA-6-Leaks: Discord will Take-Two-Anfrage erst prüfen

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

Im Streit um die anhaltenden GTA-6-Leaks zeichnet sich ein Unterschied zwischen den beteiligten Plattformen ab. Take-Two hat von einem US-Gericht die Genehmigung erhalten, bei Discord und Microsoft Informationen zu Konten anzufordern, die mit dem Account „CyberLeek“ verbunden sein sollen.

Discord stellt jedoch klar: Eine formelle Vorladung sei dort bislang nicht eingegangen. Sollte sie zugestellt werden, will das Unternehmen erst ihre Gültigkeit und ihren Umfang prüfen. Das ist mehr als eine Formalie, denn die Anfragen betreffen offenbar nicht nur den mutmaßlichen Leaker selbst.

Worum Take-Two bittet

Die Anträge stützen sich auf den US-DMCA. Take-Two sucht identifizierende Daten und Aufzeichnungen zu „CyberLeek“ sowie zu weiteren Nutzerkonten, die mit den Leaks in Verbindung stehen könnten.

Laut den Unterlagen geht es dabei um Personen, die seit dem 1. Juni Mitglied bestimmter Discord-Server waren oder dort an Gesprächen teilgenommen haben. Genannt wird unter anderem ein Server, der der Redaktion des GTA-Content-Creators DarkViperAU zugerechnet wird. Matthew „Matt“ Judge, der hinter diesem Namen steht, bestreitet jedes Fehlverhalten.

Die Reichweite der Anfrage ist der kritische Punkt

Datenschutz- und Meinungsfreiheitsaktivisten kritisieren, dass eine solche Anfrage auch Menschen erfassen könnte, die selbst kein Material veröffentlicht haben. Allein die Teilnahme an einer Diskussion auf einem betroffenen Server wäre dann zumindest Teil des erfragten Datenbestands.

Ob Take-Two tatsächlich Informationen zu jeder Person auf den genannten Servern verlangt oder die Anfrage später enger ausgelegt wird, ist offen. Gerade deshalb ist Discords Hinweis auf eine Prüfung wichtig. Eine gerichtliche Genehmigung für eine Vorladung bedeutet nicht automatisch, dass jede verlangte Information ohne weitere Einordnung herausgegeben wird.

Microsoft zeigt sich kooperativer

Auch eine Vorladung für Microsoft wurde genehmigt. Microsoft erklärte, mit Take-Two und Rockstar bei der Suche nach dem Verantwortlichen zusammenarbeiten zu wollen. Aus den Gerichtsunterlagen geht zudem hervor, dass Microsoft offenbar bereits eigene Schritte rund um den Account eingeleitet hat.

Für X liegt nach den vorliegenden Angaben noch keine unterschriebene Vorladung vor. Ob und wann dort eine Anfrage gestellt wird, bleibt damit unklar.

Leaks laufen offenbar weiter

Parallel zu den rechtlichen Schritten sollen weiterhin Inhalte aus dem Umfeld von GTA 6 auftauchen. Zudem besteht die Sorge, dass noch Spoiler zur Handlung veröffentlicht werden könnten. Rockstar und Take-Two haben sich dazu nicht geäußert.

Für die Community ist die Lage unerquicklich: Wer GTA 6 möglichst unvoreingenommen erleben möchte, sollte Diskussionen zu angeblichem Leak-Material und unbestätigten Story-Details derzeit besonders vorsichtig verfolgen. GTA 6 ist laut den vorliegenden Angaben für den 19. November 2026 für PlayStation 5 sowie Xbox Series X und S geplant.

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.