Die jüngsten GTA-6-Leaks könnten vorerst an Tempo verlieren. Ein GTA-Beobachter und Krypto-Analyst will anhand öffentlicher Transaktionen erkannt haben, dass Gebühren aus dem Cyberleek-Token auf mindestens zwei weitere Konten verschoben wurden.
Im Raum steht ein möglicher Ertrag von rund 270.000 US-Dollar. Das ist keine bestätigte Summe und sagt auch nicht, wer hinter Cyberleek steckt. Die Transaktionen nähren aber den Verdacht, dass die Leak-Kampagne zumindest teilweise auf Einnahmen mit Kryptowährung zielte.
Abstimmungen gegen Token statt gewöhnlicher Leak-Posts
Die veröffentlichten Clips verwiesen jeweils auf eine Website. Dort konnten Interessierte mit dem zugehörigen Token darüber abstimmen, welche weiteren Inhalte erscheinen sollten. In den vergangenen Tagen nahm die Zahl der Veröffentlichungen zu.
Darunter waren laut den vorliegenden Angaben auch Material mit nicht jugendfreien Inhalten sowie erste mögliche Hinweise zur Handlung. Wer GTA 6 möglichst unvoreingenommen erleben möchte, sollte Clips, Diskussionen und Accounts rund um Cyberleek weiter meiden.
Die Rechnung hinter dem angeblichen Ausstieg
Der Analyst beziffert die anfänglichen Kosten für Token, Website und Uploads auf etwa 29.000 US-Dollar. Zieht man diese Summe von den vermuteten Einnahmen ab, bliebe ein möglicher Gewinn von ungefähr 241.000 US-Dollar.
Nach seiner Einschätzung sank der Wert des Tokens zuletzt, während das öffentliche Interesse nachließ. Die Bewegungen auf weitere Konten könnten deshalb ein Versuch sein, vorhandene Gewinne zu sichern. Ob das tatsächlich eine Auszahlung war, lässt sich aus den genannten Daten allein nicht beweisen.
Mehrere Beteiligte sind möglich
Dass offenbar verschiedene Wege für einen möglichen Geldabzug genutzt wurden, kann auf mehrere Personen hindeuten. Es bleibt aber Spekulation. Öffentliche Wallet-Bewegungen liefern keine eindeutige Zuordnung zu realen Namen.
Für eine Identifizierung wären Daten von Plattformen oder Börsen entscheidend. Take-Two soll bereits Informationen bei Discord und Microsoft angefordert haben. Ob daraus konkrete Schritte gegen die Verantwortlichen folgen, ist offen.
Offizielle Infos ändern die Lage
Rockstar steht kurz vor einer offiziellen Gameplay-Enthüllung über Netflix. Damit verliert inoffizielles Material einen Teil seines Reizes, zugleich bleiben Spoiler für viele Fans ein Problem.
Ob Cyberleek nun verstummt, ist daher nicht geklärt. Die beobachteten Transaktionen wirken wie ein möglicher Schlussstrich, sind aber kein Beweis dafür. Bis es belastbare Informationen gibt, sollte man aus den Krypto-Daten keine endgültigen Schlüsse über Täter, Motive oder Einnahmen ziehen.
Über den Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.
