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GTA 6 wohl mit 30 fps: Warum 60 fps auf Konsolen kaum drin sind

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

GTA 6 setzt offenbar klar auf eine feste Bildrate von 30 Bildern pro Sekunde. Das legt eine technische Auswertung des 27-minütigen Extended Look nahe. Gezeigt wurde das Material in 30 fps, und genau auf dieses Ziel scheint die Technik des Spiels abgestimmt zu sein.

Für viele Spieler klingt das zunächst nach einem Rückschritt. Der Grund liegt aber nicht einfach in der Grafik: GTA 6 soll seine Rechenleistung offenbar vor allem in eine besonders dichte und komplexe Spielwelt stecken. Ein 60-fps-Modus auf den aktuellen Konsolen gilt deshalb als sehr unwahrscheinlich.

Detaildichte statt hoher Bildrate

Die Auswertung beschreibt einen festen Rhythmus von 33,3 Millisekunden pro Bild. CPU und GPU sollen dabei bereits stark ausgelastet sein. Für 60 fps müsste ein Bild in nur 16,7 Millisekunden fertig sein. Das wäre nicht nur eine Frage niedrigerer Auflösung.

Vor allem die CPU könnte zum Limit werden. Sie muss nicht allein die Grafik versorgen, sondern auch die Simulation einer großen, bevölkerten Welt berechnen. Ein schnellerer Modus würde demnach wohl Einschnitte bei der Dichte oder bei Systemen der Spielwelt verlangen.

Figuren und Haare als sichtbare Schwerpunkte

Im Material fallen besonders die Figuren auf. Haut soll durch Schweiß und Make-up glaubwürdiger wirken als in früheren Spielen der Reihe. Auch die Haare von Lucia zeigen offenbar mehr Bewegung: Strähnen federn zurück und schwingen verzögert nach.

Solche Details kosten Leistung, genau wie die hohe Menge an Objekten und die allgemeine Dichte der Welt. Rockstar scheint den Kompromiss bewusst zu setzen: möglichst viele sichtbare und simulierte Details, dafür keine doppelte Bildrate.

Bildqualität könnte nicht perfekt sein

Für die PS5 wird ein internes Rendering in 1440p ohne dynamische Auflösung vermutet. Hinweise auf bestimmte Upscaling-Verfahren sind nicht eindeutig. Möglich sind daher weichere Bildbereiche, Flimmern an feinen Kanten und sichtbares Aliasing bei Geometrie.

Wichtiger für die Spielbarkeit ist ein anderer Punkt: In dem untersuchten Material zeigen sich offenbar keine klaren Einbrüche unter die angepeilten 30 fps. Wenn Rockstar diese Stabilität im fertigen Spiel hält, wäre das für eine so anspruchsvolle offene Welt deutlich wichtiger als eine bloße Zahl im Grafikmenü.

Was eine PS5 Pro und ein PC ändern könnten

Für eine mögliche PS5-Pro-Fassung gibt es bislang keine bestätigten Angaben. Denkbar wären eine sauberere Bildqualität und stärkere Raytracing-Effekte. Ein echter Sprung auf 60 fps erscheint auf Basis der bisherigen Einschätzung aber auch dort nicht als sichere Erwartung.

Am PC könnten höhere Auflösungen, bessere Upscaler, mehr Raytracing-Samples und größere Sichtweiten möglich werden. Trotzdem dürfte auch dort die Prozessorleistung entscheidend sein. Wenn die Welt auf die CPU-Anforderungen der Konsolen bei 30 fps ausgelegt ist, braucht es für stabile 60 fps vermutlich sehr starke Hardware.

Worauf du dich einstellen solltest

Wer GTA 6 auf PlayStation 5 oder Xbox Series X/S spielen möchte, sollte derzeit von 30 fps ausgehen. Das muss kein Problem sein, wenn die Bildrate stabil bleibt und die Steuerung sauber reagiert. Einen späteren Performance-Modus sollte man aber nicht als selbstverständlich einplanen.

Die technische Richtung ist damit erkennbar: Rockstar priorisiert Umfang und Detailgrad der Spielwelt. Ob dieser Tausch für jeden Spieler aufgeht, wird sich erst am fertigen Spiel zeigen.

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.