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Bericht: Midnight Club 5 scheiterte am GTA-Vergleich

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

Midnight Club 5 soll bei Rockstar San Diego kurz in Arbeit gewesen sein. Laut dem ehemaligen Senior-Designer Kris Roberts entstanden sogar frühe Prototypen für mögliche neue Schauplätze, darunter London. Aus dem Projekt wurde nichts.

Roberts schildert die Einstellung als Folge eines schwierigen internen Verhältnisses. Die Rennspielreihe habe trotz ihres Erfolgs nicht die gleiche Anerkennung erhalten wie Grand Theft Auto. Seine Aussagen sind ein weiterer Hinweis darauf, wie früh Rockstar seine kleineren Marken zugunsten der größten Reihen zurückstellte.

London war offenbar bereits ein Thema

Nach Midnight Club: Los Angeles befand sich ein fünfter Teil laut Roberts noch in einer frühen Phase. Das Team testete neue Städte, London gehörte dazu. Konkrete Spielinhalte, ein geplanter Termin oder der Umfang dieser Prototypen sind nicht bekannt.

Die Entwicklung wurde dennoch beendet. Roberts verweist auf Spannungen zwischen Rockstar San Diego und Rockstar New York. Gleichzeitig habe es nachvollziehbare Kritik an verpassten Fristen beim vorherigen Midnight Club gegeben.

Der Erfolg von GTA setzte den Maßstab

Der entscheidende Punkt sei intern immer wieder derselbe gewesen: Midnight Club war nicht GTA. Roberts beschreibt das Gefühl, mit einem starken Team an einer erfolgreichen Reihe zu arbeiten und dennoch als weniger wichtiges Projekt behandelt zu werden.

Er hält Midnight Club im direkten Wettbewerb mit Need for Speed und Burnout für besonders bindend. Doch diese Stärke reichte offenbar nicht, um eine weitere große Produktion zu rechtfertigen. Nach der Absage wechselten verbliebene Teammitglieder zu Red Dead Redemption oder anderen Rockstar-Projekten.

Was das für Rockstars kleinere Marken bedeutet

Mit Midnight Club verschwand nicht nur ein Arcade-Rennspiel aus dem Portfolio. Die Entscheidung markierte laut Roberts auch das Ende der gesamten Reihe. Seither prägen vor allem Grand Theft Auto und Red Dead Rockstar nach außen.

Für Fans von Bully, LA Noire oder Midnight Club bleibt das ein ernüchterndes Signal. Nach GTA 6 könnte Rockstar grundsätzlich wieder Raum für andere Projekte haben. Sicher ist das nicht. Die von Remedy entwickelten Max-Payne-Remakes zeigen zwar, dass ältere Namen nicht vollständig vergessen sind, sagen aber nichts darüber aus, ob Rockstar selbst zu einer ruhenden Marke zurückkehrt.

Die Geschichte um Midnight Club 5 zeigt vor allem eines: Ein früher Prototyp ist noch keine Produktionszusage. Selbst etablierte Reihen können verschwinden, wenn sie im Vergleich zum größten internen Erfolg nicht wichtig genug wirken.

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.