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Bit Reactor: Mehrheit des Teams bei Zero Company beurlaubt

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

Der Start von Star Wars: Zero Company wird von schweren Berichten über die Lage bei Bit Reactor überschattet. Das Studio hat bestätigt, dass derzeit viele Mitarbeitende beurlaubt sind. Wie viele Personen betroffen sind, wurde nicht genannt.

Ein ehemaliger Mitarbeiter wirft dem Unternehmen vor, die Beurlaubungen zunächst nicht offen kommuniziert zu haben. Laut einem Bericht sollen rund 80 Prozent des Teams ohne Bezahlung freigestellt worden sein. Eine kleinere Gruppe arbeite demnach weiter, um Fehler nach dem Launch zu beheben.

Erfolg des Spiels schützt das Team offenbar nicht sofort

Zero Company soll bei Kritikerinnen und Kritikern gut angekommen sein und sich auf Steam stark verkaufen. Trotzdem scheint das für Bit Reactor kurzfristig nicht auszureichen, um die Belegschaft vollständig weiterzubeschäftigen.

Als möglicher Grund wird eine angespannte Finanzierung vor dem Verkaufsstart genannt. Ob und unter welchen Bedingungen Beurlaubte zurückkehren können, hat das Studio nicht erklärt. Auch eine konkrete Verkaufsschwelle für weitere Einstellungen ist nicht bekannt.

Vorwürfe treffen auf laufenden Rechtsstreit

Die Personalfrage wurde im Umfeld eines Rechtsstreits zwischen Bit-Reactor-Mitgründerin und ehemaliger COO Alison Kelly und CEO Greg Foertsch öffentlich. Kelly behauptet, aus dem Unternehmen gedrängt worden zu sein und keine Entschädigung für ihre Anteile erhalten zu haben. Foertsch weist die Vorwürfe zurück und hat seinerseits Klage eingereicht. Der Prozess ist für Anfang 2027 angesetzt.

Im Zuge des Verfahrens steht auch die frühe Entstehung von Zero Company im Raum. Nach Darstellung von Kelly sei die Idee zunächst als möglicher Ableger von Titanfall besprochen worden, ehe sie auf die Star-Wars-Lizenz ausgerichtet wurde.

Ein bitterer Moment für ein neues Studio

Für die Beschäftigten ist das ein harter Kontrast: Ein Spiel kann sichtbar erfolgreich starten, während das Team dahinter dennoch in eine unsichere Zukunft blickt. Gerade bei einem kleineren Studio zeigt der Fall, wie wenig ein guter Launch allein über stabile Arbeitsplätze aussagt.

Entscheidend wird nun, ob die Einnahmen von Zero Company und mögliche Folgeaufträge Bit Reactor wieder Planungssicherheit geben. Bis dahin bleibt offen, wie viele der beurlaubten Entwicklerinnen und Entwickler tatsächlich zurückkehren werden.

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.