Zurück zu den News
News

GTA Online sollte laut Ex-Entwickler ursprünglich scheitern

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

Heute gilt GTA Online als einer der prägendsten Dauerbrenner der Spielebranche. Laut dem ehemaligen Rockstar-Entwickler Matt Freedman rechnete im Team vor dem Start aber kaum jemand mit diesem Ergebnis.

Im Gegenteil: Der Online-Modus von GTA 5 sei zunächst eher ein spontaner Zusatz gewesen. Viele Beteiligte seien davon ausgegangen, dass das Angebot nicht tragen würde.

Zum Start gab es wenig zu tun

Freedman erinnert sich an Rückmeldungen aus der Qualitätssicherung: Wer die vorhandenen Online-Inhalte gezielt abarbeitete, sollte nach ungefähr vier Stunden durch sein. Neben dem freien Chaos der offenen Spielwelt habe es damals nur wenige Aufgaben gegeben.

Das erklärt, warum die Skepsis intern nachvollziehbar war. Ein Online-Spiel lebt nicht allein von seiner Karte und bekannten Marke. Es braucht Gründe, regelmäßig zurückzukehren, gemeinsame Ziele und neue Abläufe für Gruppen.

Schnelle Updates änderten die Lage

Nach dem Start lieferte Rockstar laut Freedman zügig neue Inhalte nach. Diese Unterstützung hielt die Spielerschaft offenbar bei der Stange und legte den Grundstein für die lange Laufzeit. Besonders umfangreiche Aktivitäten wie Raubzüge kamen erst später und erweiterten das Angebot deutlich.

Der Fall zeigt auch, wie stark sich die Prioritäten eines Studios verschieben können. Geplante Einzelspieler-Erweiterungen für GTA 5 wurden verworfen, weil GTA Online mehr Ressourcen beanspruchte. Parallel lief zudem die Entwicklung von Red Dead Redemption 2.

Ein Dienst mit ungewöhnlich langer Laufzeit

Auch 13 Jahre später erhält GTA Online weiterhin größere Updates. Wie es mit dem Modus neben dem kommenden GTA 6 weitergeht, hat Rockstar noch nicht konkret erklärt. Bekannt ist lediglich, dass GTA 6 zum Start ein Einzelspieler-Erlebnis sein soll.

Gleichzeitig baut Rockstar seine Online-Aktivitäten weiter aus: Für die PC-Version von GTA 5 wurde ein offizieller nopixel-Rollenspiel-Server angekündigt. GTA Online bleibt damit ein gutes Beispiel dafür, dass ein zäher Start nicht über die Zukunft eines Spiels entscheidet. Entscheidend war hier, dass auf den Start fortlaufend neue Inhalte folgten.

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.