Game of Thrones: War for Westeros steht vor einer klaren Aufgabe: Es soll ein Echtzeit-Strategiespiel bleiben, zugleich aber Fans der TV-Welt nicht gleich mit Dauer-Mikromanagement abschrecken.
Das Team von PlaySide rechnet damit, dass viele Spieler vor allem wegen Westeros einsteigen und bislang kaum Berührung mit RTS-Spielen hatten. Der Ansatz lautet deshalb nicht, Strategie zu streichen, sondern die ersten Partien besser kontrollierbar zu machen.
Gebäude sammeln Ressourcen selbst
Der wichtigste Punkt betrifft die Wirtschaft. Nach dem Bau sollen Gebäude selbstständig Ressourcen erzeugen. Arbeiter müssen also nicht fortlaufend neuen Sammelaufgaben zugeteilt werden.
Das nimmt Druck aus den frühen Minuten einer Partie. Statt ständig auf Arbeitsabläufe zu schauen, kannst du deine Armee, Helden und den Aufbau der Basis im Blick behalten. Gerade für neue RTS-Spieler ist das eine sinnvolle Entlastung, denn Kämpfe und Entscheidungen auf der Karte bleiben der Mittelpunkt.
Tutorial und KI als Trainingsplatz
Geplant ist ein umfangreiches Tutorial für Gefechte. In der Kampagne sollen weitere Systeme nach und nach erklärt werden. Auch die KI im Einzelspieler soll genug Raum lassen, damit Spieler Abläufe ausprobieren und aus Fehlern lernen können.
Der Gedanke dahinter ist praktisch: Wer die Grundlagen gegen die KI versteht, soll später eher bereit sein, gegen Freunde oder online anzutreten. Ob das im Mehrspieler dauerhaft trägt, hängt trotzdem davon ab, wie viel Tiefe Fraktionen, Karten und Konter am Ende bieten.
Helden sollen Armeen führen, nicht alles allein gewinnen
Bekannte Figuren gehören natürlich zum Paket. Genannt wurden unter anderem Jon Snow, Arya Stark, Gregor Clegane, Tywin Lannister und Robb Stark. Ihre Modelle orientieren sich an den Figuren aus der HBO-Serie, während für die Dialoge andere Sprecher eingesetzt werden.
Im internen Spieltest standen zuletzt Tywin Lannister und Robb Stark besonders hoch im Kurs. Beide profitieren von Kavallerie und können nahe Einheiten verstärken. Das passt zum aktuellen Balancing-Ziel: Kommandanten sollen wichtig sein, aber keine einzelnen Superwaffen, die ganze Armeen allein besiegen.
Das Team nutzt wöchentliche interne Matches und Turniere, um Daten zu Siegraten, Heldenauswahl und Bauplätzen auf Karten zu sammeln. Diese Werte fließen laut Studio in Kartenbau, Fraktionsbalance und die Abstimmung der Helden ein.
Westeros-Fans brauchen trotzdem Lust auf Strategie
Automatisierte Ressourcen und eine geduldigere KI können den Einstieg erleichtern. Sie ersetzen aber nicht das Kernstück eines RTS: Einheiten richtig einsetzen, Gebäude klug platzieren und auf den Gegner reagieren. Genau dort muss War for Westeros zeigen, dass es mehr als bekannte Namen und Drachen liefert.
Die Richtung ist jedenfalls nachvollziehbar. Wer bisher vor Strategiepartien wegen zu vieler gleichzeitiger Aufgaben zurückgeschreckt ist, bekommt hier offenbar einen weniger harten Start. Für erfahrene Spieler wird entscheidend sein, ob hinter dem vereinfachten Wirtschaftsablauf genug taktische Möglichkeiten stecken.
Über den Autor
Von FIFA bis Call of Duty, von Farming Simulator bis Age of Empires – ich liebe Games, bei denen Skill, Planung und Reaktion zählen. Ob auf dem virtuellen Schlachtfeld oder im Stadion: Ich spiele smart, schnell und immer mit Spaß. Let’s play smarter, not harder!