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Level-5 räumt KI-Einsatz nach Fan-Kritik ein

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

Level-5 hat auf die heftige Kritik an seinem Showcase „Level5 Vision 2026: Dreams“ reagiert. Präsident und CEO Akihiro Hino bestätigte, dass das Studio bei der Entwicklung einiger Bereiche in größerem Umfang generative KI eingesetzt hat.

Auslöser waren Szenen aus kommenden Spielen wie dem Professor-Layton-Remake, Yo-Kai Watch 2: Haunted Domain und DecaPolice. Viele Fans sahen darin auffällige KI-Inhalte und warfen dem Studio vor, die eigene kreative Handschrift aufs Spiel zu setzen.

Entschuldigung nach dem Showcase

Hino entschuldigte sich bei Menschen, die sich durch den KI-Einsatz vor den Kopf gestoßen fühlten. Level-5 habe mit aktueller Technologie experimentiert. Die Reaktion zeigt aber, wie wenig Spielraum Studios bei diesem Thema haben, wenn Bildmaterial bei Fans Zweifel auslöst.

Gerade bei Reihen mit einem klaren Look fällt jede sichtbare Unstimmigkeit schnell auf. Vergleiche von älteren und neuen Hintergründen sowie Diskussionen über veränderte Figuren sorgten nach der Präsentation für zusätzlichen Druck.

KI soll Arbeitsschritte verkürzen

Nach Hinos Darstellung stammen Szenario, Charakterdesign und die grundlegenden Einstellungen der Spiele vollständig aus menschlicher Arbeit. KI werde vor allem eingesetzt, um Abläufe zu beschleunigen und vorhandene, von Menschen geschaffene Assets zu digitalisieren.

Als Beispiel nannte er die Umwandlung eines Original-Artworks in ein 3D-Polygonmodell. Die dadurch gewonnene Zeit solle den Teams für jene kreativen Aufgaben bleiben, die den Charakter eines Level-5-Spiels prägen.

Die Erklärung beendet die Debatte nicht

Mit der Einordnung beantwortet Level-5 zwar, wofür die Technik nach eigener Aussage genutzt wurde. Sie nimmt den Kritikern aber nicht ihre grundsätzlichen Bedenken. In den Reaktionen geht es nicht nur um mögliche Fehler im Material, sondern auch um die Herkunft von Trainingsdaten und um den Stellenwert menschlicher Gestaltung.

Für Level-5 wird die nächste Präsentation deshalb mehr sein als eine Vorschau auf neue Spiele. Das Studio muss zeigen, ob es seine Arbeitsweise nachvollziehbar erklären kann und ob das gezeigte Material wieder Vertrauen bei seiner Community schafft. Konkrete weitere Schritte nannte das Unternehmen bislang nicht.

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.