World of Warcraft: Forever verzichtet auf die vertraute Realm-Auswahl. Stattdessen bündelt das MMO Spielerinnen und Spieler nach Regelwerken auf Megaservern. Das soll leere Server vermeiden, schafft im PvP aber ein praktisches Problem.
Wer im PvP-Regelwerk einen Charakter für Horde oder Allianz anlegt, kann dort offenbar keinen Charakter der jeweils anderen Fraktion erstellen. Bei WoW Classic ließ sich das durch einen weiteren Realm umgehen. Diese Ausweichmöglichkeit fällt mit der neuen Struktur weg.
Freunde müssen sich auf eine Fraktion einigen
Das trifft vor allem Gruppen, die nicht geschlossen dieselbe Fraktion bevorzugen. Wer etwa mit einem Freundeskreis Horde und mit einem anderen Allianz spielen möchte, muss sich derzeit entscheiden. Beide Seiten im PvP-Regelwerk parallel abzudecken, ist nach aktuellem Stand nicht vorgesehen.
Genau deshalb wird das Thema seit der Ankündigung kritisiert. Ein Megaserver kann zwar verhindern, dass einzelne Realms ausdünnen. Gleichzeitig nimmt er PvP-Fans eine Wahlmöglichkeit, die in Classic über getrennte Server vorhanden war.
Auch die Community-Frage bleibt offen
Neben dem Fraktionskonflikt gibt es Bedenken zur sozialen Seite des Systems. Auf klassischen Realms begegnet man über längere Zeit oft denselben Namen. Wenn alle Spielenden eines Regelwerks zusammengeführt werden, könnte dieses vertraute Servergefühl schwächer ausfallen.
Zusätzliche Wünsche, etwa nach einem RP-PvP-Regelwerk, wurden bislang ebenfalls nicht erfüllt. Eine Stellungnahme zu möglichen Lösungen für die Fraktionssperre liegt derzeit nicht vor.
Bis November bleibt Zeit für eine Anpassung
Der Start von World of Warcraft: Forever ist für den 4. November 2026 genannt. Bis dahin wäre eine Regelung sinnvoll, mit der PvP-Spieler beide Fraktionen nutzen können, ohne ihren Freundeskreis aufzuteilen. Andernfalls wird die Fraktionswahl schon vor dem ersten Abenteuer zur Gruppenfrage.
Über den Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.
