Das Remastered-Update für The Witcher 3: Wild Hunt erscheint am 29. September für PC, PlayStation 5, Xbox Series X|S und Nintendo Switch 2. Es bringt nicht nur überarbeitete Technik, sondern verändert auch zentrale Systeme, die sich direkt auf Builds, Erkundung und den Komfort beim Spielen auswirken.
Wer bereits irgendeine digitale oder physische Version besitzt, kann innerhalb desselben Plattform-Ökosystems kostenlos auf die Remastered-Fassung wechseln. Wichtig für alle Rückkehrerinnen und Rückkehrer: Mit dem neuen Skill-System werden vorhandene Fähigkeitspunkte zurückgesetzt.
Neue Skillbäume verändern Geralts Entwicklung
Fähigkeiten werden künftig in einem Skillbaum organisiert und besitzen jeweils drei Ränge. Neue Talente werden nicht mehr allein durch eine feste Zahl investierter Punkte freigeschaltet. Stattdessen müssen passende Voraussetzungen im Baum erfüllt sein.
Auch Werte, Effekte und Synergien der Fähigkeiten wurden überarbeitet. Einige Namen ändern sich, damit sie ihre Funktion klarer erklären. Für bestehende Spielstände heißt das: Den eigenen Build sollte man nach dem Update in Ruhe neu planen, statt Punkte vorschnell zu verteilen.
Ausrüstung neu aussehen lassen, ohne Werte zu verlieren
Ein neues Reforge-Angebot erlaubt es, das Aussehen von Ausrüstung zu wechseln, ohne ihre Werte anzutasten. Dafür sind die Meisterhandwerker Yoana und Hattori zuständig. Optiken werden freigeschaltet, indem neue Ausrüstung und Handwerksdiagramme im Inventar landen.
Farbstoffe aus Blood and Wine bleiben bei reforgter Ausrüstung erhalten. Das ist vor allem für alle praktisch, die einen funktionierenden Build nicht für ein anderes Outfit aufgeben möchten.
Mehr Kontrolle im Kampf und auf Reisen
Das Update poliert Angriffsmuster, Reaktionen und Bewegungen aller Nicht-Boss-Monster. Dazu kommen Anpassungen beim Zielwechsel, beim Schließen von Distanzen im Kampf sowie bei Geralts Klettern, Springen und Überwinden kleiner Hindernisse. Neue Finisher- und Leerlaufanimationen ergänzen die Änderungen.
Auch Plötze bekommt Aufmerksamkeit: Aufsitzen, Absteigen, Trab und Galopp erhalten neue Animationen. Für die Pferdesteuerung gibt es einen Empfindlichkeitsregler. Galopp und Trab werden nun durch Drücken statt durch Gedrückthalten ausgelöst. Beute lässt sich außerdem direkt vom Pferd aus einsammeln.
Wer einen Kampf verlassen will, kann künftig gezielt die Zielbindung lösen und anschließend weglaufen. Das klingt klein, kann bei unübersichtlichen Begegnungen aber viel Frust sparen.
Aufgeräumtere Karte und weniger Inventar-Unterbrechungen
Die Karte erleichtert das Wechseln zwischen verfolgten Quests. Nicht aktive Aufträge haben eigene Markierungen und lassen sich direkt auswählen. Auf der Minikarte können Kräuter, Boote und Leichen ausgeblendet werden, wenn du eine ruhigere Ansicht bevorzugst.
Beute in der Nähe kann in einem gemeinsamen Fenster landen. Werkzeugtipps zeigen vor dem Aufheben, was ein Gegenstand kann. Ein optionaler Beute-Feed listet neu eingesammelte Objekte auf. Quest-Updates werden zudem gebündelt, damit nicht mehrere Meldungen nacheinander den Bildschirm füllen.
Fotomodus und Barrierefreiheit deutlich erweitert
Der Fotomodus erhält weit mehr Möglichkeiten für eigene Szenen. Figuren lassen sich platzieren, mit Posen und Gesichtsausdrücken versehen und auf bestimmte Blickrichtungen einstellen. Dazu kommen einstellbare Lichter, Wetter, Tageszeit, Requisiten, Kameravorlagen und verschiedene Bildformate. Auch störende NPCs können ausgeblendet werden.
Neu ist außerdem ein eigener Bereich für Barrierefreiheit. Das Preset „Bard’s Ballad“ soll die geistige Belastung verringern und bestimmte Mechaniken vereinfachen. Darin lassen sich unter anderem Lebensregeneration, unbegrenzter Atem unter Wasser, unzerstörbare Ausrüstung und Boote, fehlendes Gewichtslimit, schnellere Boote sowie ein umschaltbarer Hexersinn einstellen.
PC erhält neue Rendering-Optionen, Mods kommen plattformübergreifend
Technisch setzt die Remastered-Fassung auf natives DirectX 12 mit Multithreading. Überarbeitet werden unter anderem Beleuchtung, Schatten, Materialien, Gras, Zeichen-Effekte, HDR-Kalibrierung und Bewegungsunschärfe. Auf PC kommen Path Tracing sowie Unterstützung für NVIDIA DLSS 4.5 inklusive Ray Reconstruction, AMD FSR 4 und Intel XeSS 2.0 hinzu. Für FSR 4 nennt das Update Radeon-RX-7000-Grafikkarten oder neuere Modelle als Voraussetzung. Für nicht unterstützte GPUs ist FSR 2 vorgesehen.
Zusätzlich erhält die PC-Version haptisches Feedback für DualSense-Controller. Wegen der technischen Änderungen wurden die Systemanforderungen angepasst. Vor dem Download empfiehlt sich deshalb ein Blick auf die eigene Hardware und aktuelle Grafiktreiber.
Besonders spannend für langfristige Spielstände ist die plattformübergreifende Mod-Unterstützung. Über ein Werkzeug im Hauptmenü können Mods durchsucht und installiert werden. Dafür ist eine Verknüpfung des CD-PROJEKT-RED-Kontos mit mod.io nötig.
Was du vor dem Update beachten solltest
- Plane deinen Build neu, denn die Fähigkeitspunkte werden zurückgesetzt.
- Prüfe auf PC die geänderten Systemanforderungen und aktualisiere den Grafiktreiber.
- Bei einem bekannten Fortschrittsfehler in der Quest „Wine is Sacred“ hilft das Update nur mit einem Spielstand vor dem Auftreten des Problems.
- Nutze die neuen Interface-Optionen, wenn dir Minikarte, Beuteanzeigen oder Questmeldungen bisher zu unruhig waren.
Die Remastered-Version zielt damit nicht nur auf schönere Bilder. Sie gibt Geralt mehr Feinschliff bei Bewegung und Kampf, erlaubt neue Charakterplanungen und macht viele kleine Abläufe flexibler. Gerade für einen neuen Durchlauf können die Änderungen spürbar sein.
Über den Autor
Community-Managerin bei GoodGame.Ruhr und Expertin für Mobile Gaming und Casual Games. Sorgt dafür, dass unsere Community lebendig bleibt und organisiert regelmäßige Gaming-Events und Turniere.