Für viele ist The Witcher 3 nicht nur eine Geschichte, sondern auch ein Spiel, in dem man lange an Geralts Ausrüstung, Fähigkeiten und dem eigenen Spielstil feilt. Genau dort setzt die Remastered-Fassung laut der nun veröffentlichten Übersicht besonders deutlich an.
The Witcher 3: Wild Hunt – Remastered erscheint am 29. September. CD Projekt bündelt die Neuerungen in vier Bereichen: Grafik, Kampf, Spielkomfort und weitere Funktionen. Die Liste zeigt: Es geht nicht allein um eine schönere Welt, sondern auch um mehr Möglichkeiten bei Entwicklung, Erkundung und Anpassung.
Ein neuer Fertigkeitenbaum für mehr eigene Builds
Das Fertigkeitensystem wird vollständig überarbeitet. Neue Fähigkeiten und ein neu gestalteter Baum sollen mehr Flexibilität schaffen und stärker beeinflussen, wie sich Geralt im Kampf spielt. Für Rückkehrerinnen und Rückkehrer dürfte das einer der wichtigsten Punkte sein, denn die Charakterentwicklung bekommt damit eine andere Grundlage.
Auch der Kampf selbst erhält neue Animationen, zusätzliche Finisher und eine adaptive Kamera. Alle fünf Hexerzeichen, also Aard, Igni, Yrden, Quen und Axii, bekommen neue visuelle Effekte. Gegner wie Wölfe und Ertrunkene sollen durch angepasstes Verhalten reaktiver wirken.
Erkundung und Ausrüstung werden flexibler
Bei einem erneuten Durchgang zählt oft nicht nur das Ziel einer Quest, sondern auch der Weg dorthin. Dafür überarbeitet CD Projekt die Bewegungsanimationen von Geralt und Roach. Die Hexer-Sinne sollen Informationen klarer zeigen, Hinweise aber erst freigeben, wenn man sich auf die passenden Elemente konzentriert.
Praktisch für alle, die Geralt nach ihrem Geschmack ausstatten möchten: Mit Transmogrifikation können Waffen und Rüstungen ein anderes Aussehen erhalten, ohne ihre Werte zu verlieren. Das trennt Stil und Spielwerte deutlich besser voneinander.
Grafik, Fotomodus und Mods
Auf der technischen Seite nennt CD Projekt verbesserte Texturen für Umgebungen, NPCs und Monster, überarbeitetes Laubwerk sowie Änderungen an Beleuchtung, Rendering und Raytracing. Auf PC kommt Path Tracing hinzu. Für PS5 Pro ist PSSR-Unterstützung vorgesehen, die bei aktiviertem Raytracing 60 Bilder pro Sekunde ermöglichen soll.
Der Fotomodus wächst um Posen, Kamerasteuerung, Rahmen, Filter und Modelle. Außerdem wird Mod.io eingebunden. Die plattformübergreifende Mod-Unterstützung soll unter anderem neue Quests, Ausrüstung und Balance-Anpassungen ermöglichen. Wie umfangreich das Angebot zum Start sein wird, geht aus der Liste nicht hervor.
Mehr Zugänge auf Switch 2 und bei der Barrierefreiheit
Für die Switch-2-Version sind Bewegungssteuerung, Gyro-Zielen, ein Mausmodus und Touchscreen-Eingaben angekündigt. Per Bewegungssteuerung lassen sich unter anderem Hexerzeichen, Armbrust, Bomben und Tränke bedienen. Der Touchscreen unterstützt die Navigation durch Karte und Menüs sowie Gwent.
Mit „Bard’s Ballad“ kommt zudem eine Barrierefreiheitsfunktion für Menschen mit kognitiven Einschränkungen, etwa bei Aufmerksamkeitsdefiziten oder kognitiver Ermüdung. Ausgewählte Spielelemente können angepasst werden, darunter automatische Selbstheilung. Das ist eine konkrete Option, damit mehr Spielerinnen und Spieler ihren eigenen Zugang zum Abenteuer finden können.
Die Remastered-Version will damit zwei Gruppen zugleich ansprechen: Menschen, die den Kontinent erstmals bereisen, und Fans, die Geralt mit einem veränderten Build, neuen Komfortfunktionen oder eigenen Mods erneut begleiten möchten.
Über den Autor
Community-Managerin bei GoodGame.Ruhr und Expertin für Mobile Gaming und Casual Games. Sorgt dafür, dass unsere Community lebendig bleibt und organisiert regelmäßige Gaming-Events und Turniere.