Zurück zu den News
News

Warum The Elder Scrolls wohl kein New Vegas bekam

Lydia
  • 1 Min. Lesezeit

Ein Ableger von einem externen Studio, ähnlich wie Fallout: New Vegas, hätte The Elder Scrolls eine weitere Perspektive geben können. Laut dem ehemaligen Bethesda-Designer Kurt Kuhlmann war genau das offenbar nicht gewollt.

Kuhlmann führt das auf Todd Howards vorsichtigen Umgang mit der Marke zurück. Seine Einschätzung erklärt vor allem, warum die Reihe trotz ihrer langen Geschichte keinen vergleichbaren Einzelspieler-Ableger bekommen hat.

New Vegas als abschreckendes Beispiel?

Fallout: New Vegas wird häufig als besonderer Teil der Fallout-Reihe wahrgenommen. Kuhlmann zufolge entstand dadurch auch eine Diskussion darüber, ob ein anderes Team womöglich besser passende Fallout-Spiele machen könne als Bethesda selbst.

Er vermutet, dass Howard eine ähnliche Debatte bei The Elder Scrolls vermeiden wollte. Das ist keine Bestätigung, dass ein Spin-off intern konkret geplant war. Kuhlmann sagte ausdrücklich nicht, ob Bethesda jemals offiziell über einen solchen Schritt gesprochen hat.

ESO hat eine eigene Elder-Scrolls-Erfahrung geschaffen

Statt eines klassischen Spin-offs bekam die Marke mit The Elder Scrolls Online einen Multiplayer-Zweig. Das Spiel erschien 2014 und unterscheidet sich deutlich von den bekannten Einzelspieler-Rollenspielen der Serie.

Für Kuhlmann ist ESO dennoch mehr als ein Nebenprojekt. Viele Menschen hätten ihren Einstieg in The Elder Scrolls gerade dort erlebt und verbinden die Reihe deshalb vor allem mit gemeinsamen Abenteuern in dieser Welt. Wer mit Freunden spielt, eigene Fortschritte verfolgt und regelmäßig zurückkehrt, sucht oft etwas anderes als bei einem abgeschlossenen Solo-Rollenspiel.

Eine offene Frage für The Elder Scrolls 6

Für Fans bleibt damit eine spannende Abwägung: Ein Spin-off könnte neue Ideen und andere Schwerpunkte bringen. Gleichzeitig will Bethesda die Identität seiner Fantasy-Reihe offenbar eng schützen.

ESO deckt den Wunsch nach einem fortlaufenden Multiplayer-Angebot bereits ab. Ob daneben irgendwann Platz für einen eigenständigen Ableger mit anderer Handschrift entsteht, lässt sich aus Kuhlmanns Aussagen nicht ableiten. Der Fokus vieler Spielerinnen und Spieler dürfte vorerst auf dem nächsten traditionellen Serienteil liegen.

Über den Autor

Lydia Autor

Community-Managerin bei GoodGame.Ruhr und Expertin für Mobile Gaming und Casual Games. Sorgt dafür, dass unsere Community lebendig bleibt und organisiert regelmäßige Gaming-Events und Turniere.