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Diablo 5 zwischen Diablo-2-Erbe und modernem ARPG

Lydia
  • 1 Min. Lesezeit

Diablo 5 soll im Frühjahr 2029 erscheinen, doch die Diskussion über seine Ausrichtung hat schon begonnen. Chris Wilson, früherer Mitbegründer von Grinding Gear Games, hat die bisher bekannten Pläne analysiert und bewertet sie vorsichtig positiv.

Sein Kernpunkt: Blizzard scheint sich wieder stärker an Diablo 2 zu orientieren, ohne die Erwartungen eines modernen Action-Rollenspiels aus den Augen zu verlieren. Für viele Fans dürfte genau diese Balance entscheidend sein.

Inventar und Gegenstände erinnern wieder an Diablo 2

Wilson hebt vor allem den gezeigten Charakter- und Inventarbildschirm hervor. Gegenstände sollen erneut unterschiedliche Größen im Inventar belegen. Auch bei den Werten erkennt er eine stärkere Nähe zu Diablo 2.

Gleichzeitig bleiben moderne Elemente erhalten. Ein pauschaler DPS-Wert auf Waffen gehört zu den Entscheidungen, die Wilson kritisch sieht. Seine Einschätzung ist dennoch nachvollziehbar: Ein neues Diablo kann nicht einfach sämtliche älteren Systeme übernehmen, wenn es auch heutige Spielgewohnheiten berücksichtigen will.

Keine bloße Rückkehr in die Vergangenheit

Nach Wilsons Lesart zielt Diablo 5 eher auf ein modernes ARPG mit klaren Diablo-2-Einflüssen als auf eine vollständige Rückkehr zum alten Design. Das betrifft nicht nur Gegenstände, sondern auch die Frage, wie viel Komplexität Blizzard seinen Spielenden zumuten möchte.

Für ein Spiel dieser Größe wäre eine reine Ansprache an langjährige Puristen kaum sinnvoll. Spannender wird daher, ob die bekannten Ideen aus Diablo 2 im Alltag wirklich zu mehr interessanten Entscheidungen führen, etwa beim Ausrüsten, Vergleichen und Entwickeln eines Charakters.

Der lange Weg bis 2029

Wilson rechnet damit, dass der geplante Termin im Frühjahr 2029 noch nicht endgültig sein muss. Das ist Spekulation, keine Aussage von Blizzard. Seine Begründung: Große Action-Rollenspiele brauchen Zeit, und Verschiebungen seien in der Entwicklung nichts Ungewöhnliches.

Eine längere Entwicklungsphase könnte zugleich mehr Raum für Diablo 4 schaffen. Die frühe Ankündigung des Nachfolgers weckt bei Teilen der Community die Sorge, dass Diablo 4 zu schnell in den Hintergrund rückt. Blizzard hat dem widersprochen und weitere Saisons sowie neue erzählerische Inhalte angekündigt.

Diablo 4 bleibt Teil der Debatte

Kritisch sieht Wilson ein Jubiläums-Event in Diablo 4, das mehrere zentrale Gegner der Reihe zusammenbringt. Aus seiner Sicht passt diese Einführung nicht gut zur bisherigen Entwicklung der Spielgeschichte. Das zeigt, wie unterschiedlich Erwartungen an Live-Service-Inhalte sein können: Manche wünschen sich große bekannte Momente, andere eine stärkere Einbindung in die laufende Handlung.

In den kommenden anderthalb Jahren sollen weitere Diablo-4-Saisons folgen. Außerdem ist für Anfang des nächsten Jahres ein DLC-Paket mit der Amazonen-Klasse aus Diablo 2 angekündigt. Diablo 5 ist also noch weit entfernt, doch Blizzard muss schon jetzt zeigen, dass der aktuelle Teil weiterentwickelt wird und nicht nur als Wartezimmer für den Nachfolger dient.

Über den Autor

Lydia Autor

Community-Managerin bei GoodGame.Ruhr und Expertin für Mobile Gaming und Casual Games. Sorgt dafür, dass unsere Community lebendig bleibt und organisiert regelmäßige Gaming-Events und Turniere.