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Sony soll PC-Ports für große PlayStation-Spiele streichen

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

Sony soll bei ausgewählten PlayStation-Spielen wieder härter auf Exklusivität setzen. Laut einem Bericht von Bloomberg wurden PC-Versionen für mehrere erwartete Titel gestrichen oder gar nicht mehr eingeplant.

Für Spieler am PC wäre das eine klare Kurskorrektur. In den vergangenen Jahren kamen große PlayStation-Produktionen zwar oft verspätet auf Windows, aber immerhin kamen sie. Nun scheint Sony bei bestimmten Einzelspieler-Spielen wieder stärker an die eigene Konsole binden zu wollen.

Welche Spiele betroffen sein sollen

Nach den Angaben aus dem Bericht sollen Ghost of Yotei und Saros nicht für PC erscheinen. Das fällt auf, weil die jeweiligen Vorgänger einen anderen Weg genommen haben.

Ghost of Tsushima kam erst nach rund vier Jahren auf Windows. Returnal, der Vorgänger von Saros, brauchte etwa zwei Jahre bis zur PC-Version. Schon damals war Sonys Zeitplan für PC-Ports kaum verlässlich. Die neue Linie würde diesen Abstand nicht nur verlängern, sondern einzelne Ports komplett streichen.

Auch Marvel's Wolverine soll nach dieser Richtung PlayStation-exklusiv bleiben. Eine PC-Fassung wäre damit nicht Teil der aktuellen Planung.

Warum Sony den Schalter wieder umlegt

Der Bericht nennt interne Sorgen um den Wert der PlayStation-Exklusivität. Wenn große Spiele später auch am PC erscheinen, verliert die Konsole für manche Käufer einen Teil ihres Drucks. Genau dieser Druck war lange ein Kern von Sonys Plattformstrategie.

Dazu kommt ein möglicher Blick auf Microsoft. Im Raum steht, dass eine kommende Xbox-Konsole stärker mit Windows verzahnt sein könnte. Falls PlayStation-PC-Ports dort lauffähig wären, würde Sony die eigenen Spiele indirekt näher an die Konkurrenz bringen. Eine strengere Exklusivstrategie wäre darauf eine nachvollziehbare Reaktion.

Multiplayer bleibt offenbar ein Sonderfall

Die neue Linie soll nicht für alle Spiele gelten. Multiplayer-Titel wie Marathon oder Marvel Tokon sollen weiter für PC erscheinen, teilweise auch für Xbox.

Das ist nüchtern betrachtet konsequent. Online-Spiele brauchen volle Lobbys, aktive Communitys und möglichst viele Mitspieler. Bei solchen Projekten ist Plattformbindung oft weniger wert als eine breite Spielerschaft.

Was das für PC-Spieler bedeutet

Wer bisher damit gerechnet hat, dass große PlayStation-Spiele nach zwei bis vier Jahren automatisch auf PC landen, sollte vorsichtiger planen. Laut Bericht entscheidet Sony wieder stärker danach, ob ein Spiel die eigene Konsole stützen soll.

Ganz fest ist diese Richtung aber nicht. Die Quellen weisen selbst darauf hin, dass sich die Strategie erneut ändern kann. Das passt zur aktuellen Lage der Branche: Plattformgrenzen werden weicher, Geschäftsmodelle verschieben sich, und jeder große Hersteller testet, wie viel Exklusivität noch sinnvoll ist.

Für den Moment wirkt die Botschaft klar: Bei Sonys großen Einzelspieler-Spielen könnte die PlayStation wieder häufiger der einzige sichere Ort sein.

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.