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Gundam: Rogue Orbit angespielt: Mech-Action mit klaren Rollen

Lydia
  • 1 Min. Lesezeit

Gundam: Rogue Orbit will den Einstieg in seine Mech-Kämpfe offenbar leicht machen, ohne alle Unterschiede zwischen den Anzügen zu glätten. In der angespielten Version standen drei feste Zusammenstellungen bereit, die sich nicht nur bei Waffen, sondern auch beim Bewegungsgefühl klar voneinander abheben.

Das ist eine gute Grundlage für ein Spiel, das auch Menschen erreichen möchte, die Gundam bisher vor allem vom Namen kennen. Statt zunächst tief in Werte und Bauteile einzusteigen, zählt im ersten Moment, ob man seinen Mech im Kampf versteht. Und genau dort machte Rogue Orbit bislang einen starken Eindruck.

Drei Anzüge, drei Arten zu kämpfen

Das Peitschen-Schwert deckt mittlere Distanzen ab und kann mit einem Rundumschlag kleinere Gegner in der Nähe treffen. Das Assault-Schwert setzt auf einen aufladbaren, besonders kräftigen Angriff, verlangt dafür aber einen weniger mobilen Stil. Beim Lanzen-Schwert wird Ausweichen wichtiger: Ausweichangriffe füllen eine Energieleiste, die anschließend einen zusätzlichen Fernangriff ermöglicht.

Diese Unterschiede sind mehr als reine Optik. Gegen Gruppen kann ein weiter Flächenangriff nützlich sein, während bei Bossen gezieltere Attacken besser passen können. Fernkampf ist ebenfalls vorhanden, die Munition ist aber schnell verbraucht. Im Mittelpunkt stehen daher die Hauptfähigkeiten und ihr Zusammenspiel mit Positionierung und Ausweichen.

Bewegung wird Teil der Taktik

Auch abseits der Waffen verändern die Mechs den Ablauf. Der schwere Lanzen-Anzug konnte sein Jetpack dauerhaft nutzen und dadurch in die Höhe schweben. Andere Zusammenstellungen verfügten immerhin über einen Vorwärtsboost, der selbst nach einem Sprung noch aktiviert werden konnte.

Die Beweglichkeit eröffnet Möglichkeiten, doch präzise Landungen waren in der gespielten Fassung nicht immer einfach. Das passt zu einem Kampfsystem, das Tempo belohnt, kann in Plattform-Passagen aber noch wichtig werden. Entscheidend wird sein, wie sauber die Level diese unterschiedlichen Bewegungsoptionen später berücksichtigen.

Der Umbau ist noch die große offene Frage

Die festen Presets machten den Einstieg unkompliziert. Das eigentliche Anpassungssystem war dagegen nur in einer Präsentation zu sehen. Dort soll sich ein Mech weitreichend verändern lassen, solange die verfügbare Batteriekapazität nicht überlastet wird.

Für die fertige Version wäre es sinnvoll, wenn beide Wege bestehen bleiben: verständliche Vorlagen für den schnellen Start und genug Freiraum für Spielerinnen und Spieler, die ihren Anzug genau auf ihre bevorzugte Spielweise zuschneiden möchten. Gerade bei einem Spiel mit so unterschiedlichen Waffen könnte das viel zur Langzeitmotivation beitragen.

Die Geschichte bleibt vorerst im Hintergrund

Rogue Orbit erzählt eine eigenständige Geschichte in einem alternativen Gundam-Universum. Der junge Protagonist RE-X, seine Begleiterinnen und eine kugelförmige KI wurden in den gezeigten Abschnitten eingeführt. Die KI begleitet den Spieler auch im Kampf mit Hinweisen.

Nach dem bisherigen Eindruck dient die Handlung vor allem dazu, Ziele und Gegner klar einzuordnen. Ob die Figuren und ihre Konflikte mehr tragen als diese Funktion, lässt sich nach dem kurzen Einblick noch nicht beurteilen.

Ein direkter Einstieg in die Mech-Action

Die größte Stärke von Gundam: Rogue Orbit liegt bisher in der Freude am unmittelbaren Kampf. Fähigkeiten lassen sich verketten, Gegner verlangen Bewegung und Abstand, und jeder der drei verfügbaren Anzüge setzt eigene Prioritäten. Das Spiel wirkt damit weniger wie eine Hürde für Franchise-Neulinge und mehr wie eine Einladung, verschiedene Kampfstile auszuprobieren.

Gundam: Rogue Orbit soll am 5. März für PC, PlayStation 5 und Xbox Series erscheinen. Bis dahin wird besonders spannend, ob das Anpassungssystem die klare Zugänglichkeit der Presets ergänzt, statt sie unnötig kompliziert zu machen.

Über den Autor

Lydia Autor

Community-Managerin bei GoodGame.Ruhr und Expertin für Mobile Gaming und Casual Games. Sorgt dafür, dass unsere Community lebendig bleibt und organisiert regelmäßige Gaming-Events und Turniere.