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Capcom: KI soll RE Engine beschleunigen, nicht Spiele erstellen

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

Capcom will künstliche Intelligenz in der Weiterentwicklung seiner RE Engine einsetzen, zieht dabei aber eine klare Grenze: KI soll die Arbeit der Teams unterstützen, nicht Spielinhalte erzeugen. Das Unternehmen reagiert damit auf Fragen, die nach einer Präsentation zur geplanten Engine-Weiterentwicklung aufgekommen waren.

Im Mittelpunkt steht REX, kurz für RE Next Engine. Dahinter steckt keine komplett neue Technikbasis, sondern eine schrittweise Modernisierung der bestehenden RE Engine. Capcom begründet den Kurs mit dem wachsenden Aufwand moderner Spieleentwicklung.

Werkzeuge statt KI-Assets

Nach Angaben des Unternehmens soll KI vor allem wiederkehrende und aufwendige Prozesse beschleunigen. Genannt werden bessere Entwicklungswerkzeuge, Tests von Spielcode und die Analyse großer Datenmengen. Damit sollen Teams effizienter arbeiten können, während Entwicklungskosten und Produktionszeiten bei großen Projekten weiter steigen.

Für Fans ist vor allem die Abgrenzung bei generativer KI wichtig. Capcom plant demnach nicht, von KI erzeugte Assets oder Programme in Spiele zu integrieren. Inhalte, die auf Grundlage einer Texteingabe automatisch erstellt werden, sollen also nicht Teil dieses Ansatzes sein.

Was REX für die RE Engine bedeutet

Statt die bisherige Engine zu ersetzen, möchte Capcom sie in mehreren Etappen ausbauen. KI-gestützte Funktionen sollen dabei als Teil der internen Produktionsumgebung dienen. Das betrifft laut den vorliegenden Aussagen Bereiche wie Grafik, Sound und Programmierung, ohne dass daraus automatisch KI-generierte Spielinhalte werden.

Der Unterschied ist relevant: Eine KI, die Code prüft oder Daten auswertet, greift an einer anderen Stelle ein als ein System, das Figuren, Bilder, Dialoge oder andere Assets produziert. Capcom setzt nach eigener Darstellung auf die erste Variante.

Transparenz wird wichtiger

Die Debatte um KI in Spielen wird nicht nur an fertigen Ergebnissen geführt, sondern auch an den Produktionswegen. Capcoms Aussage schafft deshalb zumindest einen konkreten Rahmen: Automatisierung soll den Teams Zeit verschaffen, die kreative Arbeit selbst soll nicht durch generative Inhalte ersetzt werden.

Wie sichtbar diese Änderungen später für Spielerinnen und Spieler werden, lässt sich aus den Angaben nicht ableiten. Klar ist aber: REX soll Capcom helfen, kommende Projekte mit einer weiterentwickelten RE Engine schneller und mit effizienteren internen Abläufen umzusetzen.

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.