Ubisoft baut erneut Stellen ab und schließt ein weiteres Studio. Besonders betroffen sind Ubisoft Singapur, das an Skull and Bones arbeitet, sowie das finnische Team RedLynx.
In Singapur sollen 70 Arbeitsplätze wegfallen. Nach den vorliegenden Angaben entspricht das ungefähr einem Fünftel der dortigen Belegschaft. Ubisoft betont zugleich, dass der Standort Teil der weltweiten Produktionsstruktur bleiben soll.
RedLynx wird geschlossen
RedLynx in Finnland wird komplett geschlossen. Davon können bis zu 52 Beschäftigte betroffen sein. Das Studio wurde vor allem durch die Trials-Reihe bekannt, deren Motorradstrecken präzises Timing und schnelle Reaktionen verlangten.
Ubisoft hatte RedLynx 2011 übernommen. Nach Trials Rising aus dem Jahr 2019 arbeitete das Team vor allem als Support-Studio. Mit der Schließung endet damit auch ein prägender Name aus der Zeit der kleineren, eigenständigen Downloadspiele.
Skull and Bones bleibt ein wichtiger Standorttitel
Ubisoft Singapur war maßgeblich an Skull and Bones beteiligt. Das Piratenspiel hatte eine lange, mehrfach verschobene Entwicklung hinter sich und erschien Anfang 2024. Trotz der Kürzungen soll das Studio für Ubisoft weiter relevant bleiben.
Für das Spiel läuft der Betrieb offenbar weiter: Die zweite Saison des dritten Jahres, Crimson Waters, startete im August. Wie sich die Entlassungen auf künftige Inhalte und die langfristige Betreuung auswirken, geht aus den Angaben nicht hervor.
Teil eines längeren Umbaus
Die Maßnahmen stehen in einer Reihe von Einsparungen bei Ubisoft. In den vergangenen Jahren gab es bereits Studioschließungen, Stellenabbau und eingestellte Projekte. Der Konzern richtet seine Arbeit auf weniger Spiele und einen schlankeren Betrieb aus.
Für Spielerinnen und Spieler sind solche Meldungen oft zunächst abstrakt. Sie betreffen aber Teams, die Reihen über Jahre aufgebaut haben. Gerade die Schließung von RedLynx zeigt, wie schnell auch bekannte Studios innerhalb großer Publisher verschwinden können.
Über den Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.
