Rockstar soll für Grand Theft Auto VI ein skriptgesteuertes System entwickelt haben, das die Schweißbildung von Spielfiguren an ihre jeweilige Aktivität koppelt. Entscheidend ist demnach nicht allein der Ort, sondern die Intensität einer Handlung.
Die Information stammt aus einem Begleitvideo des Journalisten Jason Schreier zu seiner Recherche über die Entstehung des Spiels. Genannt werden die beiden Hauptfiguren Jason und Lucia, offenbar könnte das System aber für weitere Charaktere gelten.
Anstrengung soll sichtbar werden
Als Beispiel wird eine Szene in einem Nachtclub genannt: Tanzt Lucia besonders intensiv, soll sie stärker schwitzen. Das gleiche Prinzip gilt beim Training von Jason. Die Darstellung wäre damit nicht bloß ein fest gesetzter Effekt für bestimmte Orte, sondern eine Reaktion auf das Verhalten der Figur.
In dem im August gezeigten Video zu GTA 6 war Lucia bereits kurz tanzend in einem Club zu sehen. Der Glanz auf ihrer Haut könnte zu diesem System gehören. Bestätigt ist das durch Rockstar in den vorliegenden Informationen allerdings nicht.
Viele kleine Systeme, großer Produktionsaufwand
Ein Schweißsystem entscheidet nicht über die Qualität eines Open-World-Spiels. Es zeigt aber, worauf Rockstar bei GTA 6 offenbar viel Zeit verwendet: Situationen sollen nicht nur durch Dialoge und Animationen, sondern auch durch körperliche Reaktionen glaubwürdig wirken.
Solche Details haben ihren Preis. Für jedes Verhalten müssen passende Regeln, Übergänge und visuelle Zustände funktionieren, ohne in anderen Szenen störend aufzufallen. Gerade in einer offenen Spielwelt kann sich dieser Aufwand schnell über viele Figuren und Aktivitäten verteilen.
Nach den vorliegenden Angaben befand sich GTA 6 acht Jahre in Entwicklung. Rockstar begründete öffentliche Verschiebungen wiederholt mit dem Anspruch, das Spiel möglichst sorgfältig fertigzustellen. Das neue Detail liefert keinen Beweis für die Gesamtqualität, passt aber zu einem Projekt, bei dem selbst Nebenwirkungen einer Aktion bewusst geregelt werden sollen.
Was Spieler daraus mitnehmen können
Erwartet keine Spielmechanik, die GTA 6 grundlegend verändert. Eher geht es um Atmosphäre und die Frage, ob eine Szene körperlich nachvollziehbar wirkt. Wenn Rockstar das System verlässlich in den Spielfluss einbindet, dürfte es vor allem dann auffallen, wenn man nicht darüber nachdenkt.
Über den Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.
