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Review

Elden Ring Nightreign Review: Roguelite-Action für Teamplayer

Lydia
  • 1 Min. Lesezeit

Elden Ring Nightreign sorgt für Gesprächsstoff in der Soulsborne-Community. Die einen feiern den radikalen Fokus auf Koop, die anderen verdrehen die Augen. Ich hab mich mit ein paar Kumpels ins Chaos gestürzt und war sofort geflasht. Nightreign will kein klassischer Ableger sein, sondern testet aus, wie viel Action und Tempo Elden Ring verträgt. Lass dich drauf ein und vergiss alles, was du über Builds, Level-Ups und minutenlange Planung gelernt hast.

Wer Elden Ring für den Soloflow liebt, wird erstmal schlucken – Nightreign ist kein gemütliches Abenteuer. Der Run beginnt, der Timer tickt, das Team rotiert. Sofort werden Bosskämpfe gesucht, fiese Gegner erledigt und kranke Items eingesackt. Klingt erstmal stressig, macht aber schnell mega Laune. Immer wieder erwischst du dich, wie du auf irgendeine kaputte Weise Bock auf den nächsten Run hast, egal wie mies es vorher lief.

Rohe Action statt Schnickschnack

Run-and-Gun Elden-Feeling

Hier steht sofortige Action im Fokus. Du wählst aus sechs festgelegten Nightfarers, von Standard-Typen bis zur irre starken Duchess. Charaktere sind mit festen Fähigkeiten ausgestattet. Keine endlosen Menüs – auswählen, loslegen, abliefern.

Chaos garantiert

Die Maps strotzen vor Bossen und Mob-Truppen. Jeder Run ist anders, weil die Bedingungen und Feinde zufällig wechseln. Die Killjoy-Ring-Mechanik, die dich Richtung Endkampf zwingt, verhindert Campen und sorgt für ständigen Druck. Wer zu lange trödelt, bekommt keinen Loot, sondern kassiert Schaden und erlebt schnelle Tode.

Progression mit Haken

Loot und Relics bringen Abwechslung, doch echte Langzeitmotivation? Schwachpunkt. Nach einigen Durchläufen fühlt es sich dünn an, weil oft dieselben Relics droppen und Upgrades fehlen. Gerade im Vergleich zu anderen Roguelites fehlt der Drang, immer wieder zurückzukommen.

Gameplay zwischen Frust und Flow

Schnelle Partien, harte Tode

Nightreign gibt dir keine Zeit zu chillen. Entweder du ziehst das Team durch Bossfights oder schaust von der Seite aus zu, weil du früh raus bist. Frust entsteht, wenn ein Troll aus dem Off mit Bomben wirft und der finale Boss zum Ragequit einlädt. Gleichzeitig erleben Duos und Trios epische Comebacks, wenn Ultimates im Right-Moment gezündet werden.

Variabilität durch feste Klassen

Die Klassen wechseln gezielt zwischen Tank, Nahkämpfer, Caster und Support. Dadurch bist du gezwungen, neue Spielstile zu testen. Die Duchess ist ein Paradebeispiel: Time-Rewind-Ultimate, kranke Synergie-Effekte – echter Gamechanger für alle, die sonst auf Safe Builds setzen.

Item- & Skill-System

Statt klassischem Loot-Spam bekommst du Waffen mit zufälligen Buffs oder Spells direkt beim Fund. Manchmal ist das Kombi-Potenzial nice, oft fühlt es sich aber auch unbrauchbar an. Relics, die auf bestimmte Klassen zugeschnitten sind, wirken manchmal ziemlich deplatziert.

Technik, Sound und Atmosphäre

Performance auf den Punkt

Nightreign läuft flüssig, ich hab auf PC und PS5 keine Drops oder Lags erlebt. Die Ladezeiten sind knapp, so wie man es in schnellen Rogues braucht. Die Menüführung ist direkt, die Steuerung wie im Original slick.

Kompakter Look, starker Sound

Optisch bleibt Nightreign nah am Hauptspiel – düster, ikonische Gebiete, gezielt abgespeckt für Tempo. Die Musik pusht ordentlich, vor allem bei Bossfights. Hier merkt man, dass das Blutdrucklevel noch mal hochgeschraubt wird.

Barrieren und Einstieg

Zugänglich ist Nightreign nicht für jeden. Dem hohen Schwierigkeitslevel und den fehlenden Tutorials könnten Casuals schnell entgleiten. Dennoch: Mit Freunden im Voice kann man echt Spaß haben und hilft sich durch. Hardcore-Solos dürften schneller frustrieren.

Vergleich, Wertung und Community

Rogue-Spin vs. Elden Ring-Klassiker

Nightreign schiebt sich irgendwo zwischen Hades-Schnelligkeit, Souls-Challenge und dem Klassischen Elden Ring. Im Vergleich zu Roguelikes wie Dead Cells oder Returnal fehlt es ein wenig an Meta-Progression, dafür punktet der schnelle Start. Im Franchise-Kontext ist Nightreign definitiv das radikalste Experiment.

Langzeitmotivation und Mehrwert

Solange du die Night Lords noch nicht gelegt hast, ist der Reiz hoch. Danach fehlt die typische Karotte vor der Nase. Für ein paar spaßige Runden im Koop ist es trotzdem stark – vor allem wenn du Abwechslung suchst, aber keine 100 Stunden investieren willst.

Pro und Contra

  • Pro: Rasant, Koop-Fokus, frische Bossfights, coole Charakter-Klassen, starke Musik
  • Contra: Wenig Belohnungen nach Runs, vereinzelt unfaire Situationen, kaum dauerhafter Fortschritt

Nightreign ist ein rasanter Ableger, der extrem auf Tempo und Teamplay setzt. Nicht alles funktioniert perfekt, aber für schnelle, fordernde Runs im Elden-Stil ist es genau richtig. Ambitionierte Soloplayer oder Progression-Süchtige sollten sich aber auf Frustmomente einstellen. Mir haben die Sessions im Squad Spaß gemacht, doch nach zehn Runs fehlte mir Motivation zum Dauerdaddeln. Wer Souls-Action liebt, Koop mag und kein Problem mit gelegentlichem Tilt hat, sollte Nightreign eine Chance geben. Meine Wertung: 7,5 von 10 – mit Luft nach oben für mehr Progression und Langzeitmotivation.

Über den Autor

Lydia Autor

Community-Managerin bei GoodGame.Ruhr und Expertin für Mobile Gaming und Casual Games. Sorgt dafür, dass unsere Community lebendig bleibt und organisiert regelmäßige Gaming-Events und Turniere.