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Modern Warfare 4 Preview: Mehr Kontrolle im Multiplayer

Dominik
  • 1 Min. Lesezeit

Call of Duty: Modern Warfare 4 wirkt im Multiplayer nicht wie ein kompletter Neustart. Es bleibt schnell, direkt und auf kurze Reaktionszeiten ausgelegt. Der wichtige Punkt liegt woanders: Viele Systeme sollen weniger zufällig und besser kontrollierbar werden.

Für mich ist genau das der spannende Ansatz. Wenn Schüsse sauberer zählen, Bewegung mehr Optionen bietet und Karten nicht nur Kulisse sind, dann betrifft das jede Runde. Nicht nur die Optik, sondern das Spielgefühl.

Das Gunplay setzt stärker auf Können

Die wichtigste Änderung ist der Wegfall von Bloom. Kugeln sollen also nicht mehr durch zufällige Streuung daneben gehen, obwohl das Fadenkreuz eigentlich auf dem Ziel liegt. Entscheidend werden Zielgenauigkeit, Rückstoßkontrolle und Timing.

Das ist für Call of Duty ein wichtiger Punkt. Gerade in schnellen Nahkämpfen kann Zufall extrem nerven. Wenn Modern Warfare 4 hier wirklich konsequent bleibt, werden Duelle besser lesbar. Wer verzieht, verliert eher wegen eigener Fehler. Wer sauber kontrolliert, wird belohnt.

Der Rückstoß bleibt laut den bisherigen Eindrücken relevant. Das ist gut. Ein Shooter braucht Druck auf der Waffe. Ohne Bloom darf das Spiel nicht automatisch leichter werden. Es muss fairer werden.

Bewegung mit mehr Spielraum, aber nicht komplett überdreht

Modern Warfare 4 erweitert die Bewegung, ohne aus jedem Gefecht ein Akrobatikspiel zu machen. Klettern soll schneller und direkter funktionieren. Rohre, Stangen und Vorsprünge geben mehr Wege über die Karte.

Interessant ist, dass Spieler beim Hochziehen weiter zielen können. Dazu kommt ein Abbruch beim Manteln. Wer merkt, dass ein Aufstieg schlecht endet, kann abbrechen und sich neu stellen. Das ist praktisch, weil es Fehlentscheidungen nicht sofort mit einem sicheren Tod bestraft.

Auch das Rutschen bekommt mehr Nutzen. Der Rückwärtsrutsch klingt erst nach einer Kleinigkeit, kann aber in Rückzugsduellen stark sein. Du weichst aus, hältst die Waffe im Spiel und kannst weiter feuern. Dazu passt der taktische Sprint, bei dem Erschöpfung über Atmung und Waffenhaltung spürbarer werden soll.

Waffen reagieren stärker auf Räume und Deckung

Ein Detail mit Folgen: Waffen sollen besser mit Wänden, Ecken und engen Räumen umgehen. Statt einfach zu clippen oder die Bewegung hart zu blockieren, passt sich die Haltung an. In engen Bereichen wird die Waffe kompakter geführt.

Das kann Türen, Korridore und Ecken wichtiger machen. Wer zu dicht an der Wand steht, muss den Abstand im Blick behalten. Für gutes Positioning ist das sinnvoll. Call of Duty ist schnell, aber die besten Spieler gewinnen nicht nur über Reaktion. Sie stehen auch besser.

Dazu kommen sichtbarere Spuren in der Umgebung. Einschusslöcher bleiben, Objekte können zerstört werden und explodierende Fahrzeuge erzeugen Schockwellen, die Spieler umwerfen können. Das ersetzt keine gute Map, macht Gefechte aber weniger statisch.

Der Verzicht auf Last-Gen soll spürbar sein

Modern Warfare 4 wurde nicht für ältere Konsolen zurückgebunden. Genau das soll man in mehreren Bereichen merken. Wetter, Beleuchtung und nasse Flächen wirken laut den Eindrücken deutlich moderner. Wichtiger für mich: Bewegung, Zerstörung und Karteninteraktion sollen nicht wie Kompromisse wirken.

Mehr Technik bringt nichts, wenn sie nur hübsch aussieht. Hier klingt es eher so, als ob die bessere Basis auch Spielsysteme trägt. Das ist für einen Multiplayer-Shooter wichtiger als reine Effektmenge.

Apex-Anbauteile bringen Risiko in die Loadouts

Mit den Apex-Anbauteilen testet Modern Warfare 4 stärkere Waffenmods außerhalb der normalen Gunsmith-Konfiguration. Das sind nicht nur kleine Werteänderungen. Genannt wurden unter anderem Unterlauf-Schrotflinten, Radar-Munition, Blend-Schrotflinten, Tarn-Schalldämpfer, EMP-ähnliche Läufe gegen Killstreaks und raketenartige Aufsätze.

Das kann Matches aufbrechen. Gleichzeitig ist hier Balance der kritische Punkt. Wenn solche Teile zu stark werden, kippt das Spiel schnell in Chaos. Wenn sie gut begrenzt sind, entstehen Situationen, in denen aufgesammelte Waffen und fremde Loadouts wirklich interessant werden.

Gunny spart Zeit vor dem Match

Der Gunsmith war in den letzten Jahren oft viel Arbeit. Modern Warfare 4 bringt mit Gunny eine Abkürzung. Du wählst eine Waffe und einen Stil, etwa Fernkampf, ausgewogen oder Nahkampf. Das System baut daraus mit deinen freigeschalteten Teilen ein passendes Setup.

Wichtig: Die manuelle Anpassung bleibt bestehen. Gunny ersetzt also nicht das Feintuning. Es hilft nur, wenn du schnell in die Runde willst und nicht vor jedem Match an Aufsätzen rechnen möchtest. Wer mit einem Vorschlag nicht zufrieden ist, kann die gleiche Richtung erneut wählen und eine andere Kombination bekommen.

Zwölf Karten und mehrere Modi zum Start

Zum Start sind zwölf Karten geplant. Die Schauplätze reichen von Dächern und Fabriken über verschneite russische Stützpunkte bis zu koreanischen Stadtgebieten, Zugstrecken in Mumbai, Marinekampfzonen, Rechenzentren und Nuklearanlagen. Einige Karten stammen aus der Kampagne, andere wurden direkt für den Multiplayer gebaut.

Bei den Modi stehen neue Varianten wie Counter Attack, Infiltration, Hijack und Combat Outpost neben bekannten Optionen wie Gun Game und Drop Zone. Big War kehrt mit 32 gegen 32 zurück. Für große Gefechte ist das die richtige Baustelle.

Besonders auffällig ist ein 10-gegen-10-Gunfight, bei dem sich Karten während der Matches verändern sollen. Das kann starke Runden bringen, wenn die Veränderungen lesbar bleiben. Wenn nicht, wird es schnell unübersichtlich.

Kill Block dreht die Karte zwischen den Runden

Kill Block ist die experimentellste Karte. Sie besteht aus modularen Teilen, die sich zwischen den Runden bewegen und drehen. Nicht mitten im laufenden Spiel, sondern zwischen den Abschnitten. Das ist wichtig, weil es Planung erlaubt, ohne komplett die Orientierung zu nehmen.

Laut Infinity Ward sind über 500 Varianten möglich. Ein Seed-System, mit dem Spieler bestimmte Varianten gezielt auswählen könnten, ist für spätere Updates im Gespräch, aber nicht bestätigt. Für Training und private Runden wäre das sinnvoll.

Prestige bekommt zwei Wege

Nach Level 55 bietet Modern Warfare 4 zwei Prestige-Varianten. Prestige Classic setzt alles zurück, bringt dafür schnellere XP und mehr Belohnungen. Regular Prestige setzt das Level zurück, lässt Freischaltungen und Ausrüstung aber bestehen.

Gut ist, dass die Wahl nicht dauerhaft bindet. Bei jedem Prestige kann neu entschieden werden. Das passt zu zwei Spielertypen: Wer den alten Grind will, bekommt ihn. Wer nicht ständig Loadouts verlieren möchte, bleibt trotzdem im System.

Worauf es jetzt ankommt

Modern Warfare 4 hat im Multiplayer klare Ansätze, die für kompetitive Runden wichtig sind: weniger Zufall beim Schießen, mehr Kontrolle in der Bewegung, schnellere Loadouts und Karten mit mehr Wechsel. Das sind keine kleinen Komfortpunkte. Das betrifft den Kern jeder Runde.

Die offenen Fragen liegen bei Balance und Lesbarkeit. Apex-Anbauteile dürfen nicht alles dominieren. Bewegliche Karten dürfen nicht nur verwirren. Und das faire Gunplay muss über alle Waffenklassen halten. Wenn das klappt, könnte Modern Warfare 4 einer der stärkeren Multiplayer-Teile der Reihe werden.

Über den Autor

Dominik Autor

Von FIFA bis Call of Duty, von Farming Simulator bis Age of Empires – ich liebe Games, bei denen Skill, Planung und Reaktion zählen. Ob auf dem virtuellen Schlachtfeld oder im Stadion: Ich spiele smart, schnell und immer mit Spaß. Let’s play smarter, not harder!