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Mouse: P.I. for Hire zeigt die Schatten von Mouseburg

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

Mouse: P.I. for Hire lebt auf den ersten Blick von seinem schwarz-weißen Gummischlauch-Stil. Das ist stark, aber für einen Ego-Shooter reicht ein guter Look allein nicht. Interessant wird jetzt, wie viel Substanz Mouseburg als Stadt und Jack Pepper als Figur bekommen.

Die neuen Details zeichnen ein klares Bild: Hinter der Cartoon-Fassade steckt ein rauer Detektivstoff mit Kriegsveteranen, Korruption, Schwarzhandel und offenen Rechnungen. Das passt gut zum Stil, solange das Spiel diese Themen nicht nur als Kulisse nutzt.

Jack Pepper jagt Fälle statt nur Gegner

Im Mittelpunkt steht Jack Pepper. Er war Kriegsheld, wechselte später zur Polizei und arbeitet inzwischen als Privatdetektiv. Der Grund ist simpel und passend zum Genre: Er hatte genug von der Korruption vieler Kollegen.

Gesprochen wird Jack in der englischen Tonspur von Troy Baker. Eine deutsche Sprachausgabe wird in den vorliegenden Infos nicht genannt, die Tonspur ist ausschließlich auf Englisch beschrieben.

Die Kampagne ist ein reines Einzelspieler-Erlebnis. Einen Mehrspieler-Modus gibt es nicht. Im Verlauf sollen drei Fälle gelöst werden. Dabei sucht ihr Hinweise, sprecht mit Verdächtigen und Passanten und kämpft gegen Gangmitglieder sowie korrupte Polizisten.

Die Figuren machen Mouseburg greifbarer

Jack ist nicht als makelloser Held angelegt. Er hat eine Schwäche für Glücksspiel. Das kann für eine Detektivgeschichte wichtig werden, weil gute Noir-Figuren selten sauber aus ihren eigenen Problemen herauskommen.

Tammy Tumbler bringt eine persönliche Spannung in Jacks Umfeld. Sie verlor früh ihre Mutter, wuchs ohne Wissen über ihren Vater auf und landete mit 13 in Pflege, nachdem Jack ihren Stiefvater verhaftet hatte. Trotzdem arbeitet sie später für ihn, wenn er sie braucht. Sie gilt als clever und einfallsreich.

John Brown wirkt wie eine Figur, die Mouseburg mit der Umgebung verbindet. Er stammt aus Shrewthicket, einer zerstörten Stadt, und hat sich mit Käse-Schwarzhandel, Farmarbeit und Blauschimmelkäse durchgeschlagen. In Mouseburg betreibt er nun die Bar Little & Big nahe Jacks Büro.

Wanda Fuller arbeitet als Journalistin beim Mouseburg Herald. Sie nutzt Jack gelegentlich als Quelle, besonders wenn er Kontakt zur Polizei hatte. Ihre Beziehung ist kein einfaches Freundschaftsmodell, eher gegenseitiger Respekt. Sie wird als zynisch beschrieben, will den Menschen aber helfen.

Cornellius Stilton steht auf der anderen Seite der Stadt. Er kommt aus der Oberschicht, war im Krieg Kommandant und ging danach in die Politik. Er versucht, beliebt zu wirken, verfolgt aber offenbar einen größeren Plan, der noch nicht klar benannt wird.

Warum das für den Shooter wichtig ist

Mouse: P.I. for Hire muss zwei Dinge zusammenbringen: den auffälligen Cartoon-Stil und ein Shooter-Gerüst, das nicht nach kurzer Zeit leer wirkt. Die Figuren helfen dabei, weil sie Konflikte mitbringen, die über reine Gegnerwellen hinausgehen.

Besonders spannend ist die Mischung aus Detektivarbeit und Action. Hinweise suchen, Gespräche führen und dann wieder schießen, das kann Tempo und Abwechslung bringen. Ob die drei Fälle genug Raum für gute Wendungen lassen, bleibt offen. Die Grundlage klingt aber klarer, als es der erste Blick auf den Stil vermuten lässt.

Release und Plattformen

Mouse: P.I. for Hire soll am 19. März für PC, PlayStation, Xbox und Nintendo Switch erscheinen.

Für mich ist das einer dieser Titel, bei denen der Stil die Tür öffnet, aber die Stadt am Ende entscheiden muss. Wenn Mouseburg als verfallener, schmutziger Ort funktioniert und die Fälle mehr sind als Laufwege zwischen Schusswechseln, kann daraus ein sehr eigener Shooter werden.

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.