Pokémon Go bekommt offenbar eine neue Komfortfunktion, die vor allem für kurze Pausen im Alltag spannend ist. Erste Spielerinnen und Spieler berichten von einem „Explorer-Gadget“, das Pokémon fangen und PokéStops drehen kann, während die App geschlossen ist.
Niantic hat die Funktion bisher nicht offiziell angekündigt. Deshalb gilt: Es handelt sich aktuell um einen begrenzten Test, der nicht bei allen Accounts gleich aussieht.
Was das Explorer-Gadget macht
Die Beschreibung im Spiel nennt zwei klare Aufgaben: Das Gadget kann automatisch Pokébälle werfen und PokéStops drehen, wenn Pokémon Go geschlossen ist. Nutzen lässt sich die Funktion laut den Berichten einmal pro Tag.
Das erinnert stark an die Aufgaben des physischen Pokémon Go Plus-Geräts. Dieses kostet im Handel rund 60 Euro, daneben gibt es günstigere Alternativen von Drittanbietern. Der Unterschied: Das Explorer-Gadget ist ein virtueller Gegenstand direkt im Spiel.
Nicht alle bekommen dieselben Limits
Der Test wirkt im Moment noch uneinheitlich. Einige Spielerinnen und Spieler berichten von sehr niedrigen Tagesgrenzen. Bei manchen endet die automatische Hilfe nach jeweils 10 gefangenen Pokémon und 10 gedrehten PokéStops. Andere melden Werte bis zu 70.
Das spricht dafür, dass Niantic verschiedene Einstellungen ausprobiert. Sicher ist das aber nicht, weil eine offizielle Erklärung noch fehlt.
Warum die Funktion gerade auffällt
Die neue Option kommt in einer empfindlichen Phase für Niantic. Rund um Pokémon Go gibt es derzeit Kritik an Ingame-Scans, die Spielerinnen und Spieler erstellt haben und die mit militärischen Drohnen in Verbindung gebracht werden.
Gerade deshalb ist ein Feature interessant, das Aktivität erlaubt, ohne die App aktiv offen zu halten. Es ersetzt aber nicht das normale Spielen. Es sammelt eher nebenbei kleine Belohnungen ein und kann einen Grund geben, später wieder ins Spiel zu schauen.
Kostenpflichtig oder nicht?
Fans hatten das Explorer-Gadget schon vor einigen Monaten durch Datamining erwartet. Viele rechneten damit, dass es eine kostenpflichtige Funktion werden könnte.
Im aktuellen Test scheint das nicht der Fall zu sein. Das muss aber nicht dauerhaft so bleiben. Denkbar wäre zum Beispiel eine spätere Premium-Variante mit höheren Grenzen. Bestätigt ist das nicht.
Für wen ist das praktisch?
Für alle, die Pokémon Go nebenbei spielen, kann das Explorer-Gadget eine angenehme Hilfe sein. Wer auf dem Weg zur Arbeit, beim Spaziergang oder zwischen Terminen nicht dauernd auf den Bildschirm schauen möchte, bekommt damit etwas mehr Spielkomfort.
Wichtig bleibt: Solange Niantic nichts offiziell bestätigt, sollte man die Funktion als Test betrachten. Wenn sie bei dir noch nicht auftaucht, liegt das sehr wahrscheinlich nicht an deinem Account, sondern an der begrenzten Freischaltung.
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