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Ubisoft vor weiteren Kürzungen: Zwei Studios sollen schließen

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

Ubisoft setzt seinen harten Sparkurs fort. Nach den vorliegenden Informationen sollen die Entwicklungsbüros in Winnipeg und Belgrad geschlossen werden. Zusätzlich werden weitere Stellenstreichungen in der globalen Publishing-Sparte und im Studio Barcelona erwartet.

Bis zu 380 Arbeitsplätze könnten von den jüngsten Maßnahmen betroffen sein. Für Ubisoft ist das kein einzelner Einschnitt mehr, sondern Teil einer längeren Phase, in der das Unternehmen Personal abbaut, Studios verkleinert und Projekte streicht.

Winnipeg und Belgrad sollen schließen

Betroffen sind demnach ein Standort in der kanadischen Stadt Winnipeg und ein Studio in Belgrad, der Hauptstadt Serbiens. Beide Büros gehören zu den jüngsten Ubisoft-Standorten, die im Zuge weiterer Kostensenkungen wegfallen sollen.

Parallel dazu stehen Änderungen in der Publishing-Sparte an. Auch Ubisoft Barcelona ist betroffen. Das spanische Studio soll sich künftig ausschließlich auf die Rainbow-Six-Reihe konzentrieren. Zuvor unterstützte der Standort auch andere Projekte, darunter Rabbids und Star Trek: Bridge Crew.

Bis zu 380 Stellen weniger

Die neue Runde könnte insgesamt bis zu 380 Stellen betreffen. Das passt zu einer Entwicklung, die Ubisoft schon seit Jahren begleitet: Die Belegschaft wird kleiner, während der Druck auf große Produktionen steigt.

2023 beschäftigte Ubisoft noch mehr als 20.000 Mitarbeitende. Vor den nun bekannt gewordenen Maßnahmen nannte das Unternehmen eine weltweite Zahl von 16.590 Mitarbeitenden. Der Abstand zeigt, wie stark der Konzern bereits geschrumpft ist.

Der Sparkurs läuft schon länger

Die aktuellen Kürzungen stehen nicht allein. Im März bestätigte Ubisoft bereits, dass 105 Mitarbeitende Red Storm Entertainment verlassen würden. Das Studio ist eng mit Tom-Clancy-Spielen verbunden und wurde dauerhaft verkleinert. Seit 2022 hatte es im Unternehmen bereits mehrere Entlassungswellen gegeben.

Auch der Start ins Jahr 2026 fiel hart aus. Im Januar strich Ubisoft sechs Spiele, darunter das Remake von Prince of Persia: Sands of Time. Gleichzeitig wurden Ubisoft Stockholm und Ubisoft Halifax geschlossen. Weitere Einschnitte betrafen unter anderem Abu Dhabi, RedLynx und Massive Entertainment.

Kurz darauf kündigte Ubisoft Pläne an, 200 Stellen in der Pariser Unternehmenszentrale zu streichen. Das führte zu Protesten in der französischen Hauptstadt. Im Februar musste Ubisoft außerdem erklären, dass das Splinter-Cell-Remake weiter in Entwicklung sei, nachdem bei Ubisoft Toronto 40 Stellen abgebaut worden waren.

Was das für Spieler bedeutet

Für Spieler ist die direkte Folge solcher Maßnahmen oft nicht sofort sichtbar. Spiele verschwinden nicht automatisch aus dem Kalender, nur weil ein Standort verkleinert wird. Aber die Richtung ist klar: Ubisoft bündelt Ressourcen stärker, setzt Standorte enger auf bestimmte Marken an und reduziert Risiken.

Barcelona ist dafür ein gutes Beispiel. Wenn ein Studio künftig nur noch an Rainbow Six arbeitet, kann das einer Marke Stabilität geben. Gleichzeitig geht Flexibilität verloren. Weniger Teams bedeuten auch weniger Möglichkeiten, kleinere oder ungewöhnlichere Projekte parallel zu tragen.

Für Ubisoft wird entscheidend sein, ob der Konzern mit weniger Personal wieder verlässlicher liefern kann. Die jüngsten Zahlen und Einschnitte zeigen vor allem eines: Der Umbau ist noch nicht vorbei.

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.