Dead by Daylight geht in sein elftes Jahr, und Behaviour macht dabei eine klare Ansage: Kein Neustart, kein Dead by Daylight 2, sondern ein größerer Ausbau des bestehenden Spiels.
Die Jubiläumssendung war entsprechend voll. Für aktive Spieler zählen vor allem die nächsten Termine, der technische Umbau für 2027 und die Frage, wie stark sich das Spiel durch neue Modi und Modding verändern könnte.
Behaviour bleibt beim Hauptspiel
Eine der wichtigsten Aussagen betrifft das, was nicht kommt. Behaviour hat erneut bestätigt, dass derzeit kein Dead by Daylight 2 geplant ist. Stattdessen soll Dead by Daylight selbst für die kommenden Jahre weiterentwickelt werden.
Das passt zur Menge der angekündigten Inhalte. Neue Kapitel, Events, optische Verbesserungen und zusätzliche Spielarten sollen das bestehende Fundament erweitern. Für ein Service-Spiel dieser Größe ist das weniger spektakulär als eine Fortsetzung, aber für die Community wahrscheinlich relevanter.
Die nächsten Inhalte: Shane Wiigwaas, Black Banquet und Chorus of Sin
Schon am 25. Juni erscheint das Kapitel The Life Road. Im Mittelpunkt steht Shane Wiigwaas, der erste indigene Überlebende in Dead by Daylight. Gespielt wird er von Dallas Goldtooth, bekannt aus Reservation Dogs und Fallout.
Am selben Tag startet auch das Jubiläumsevent The Black Banquet. Es läuft bis zum 16. Juli und bringt zeitlich begrenzte Inhalte sowie festliche Kosmetik für Killer und Überlebende. Dazu wurde die kommende Sunflesh Collection im Wüsten-Look gezeigt, die in einem späteren Rift erscheinen soll.
Für den 25. August 2026 ist Chorus of Sin geplant. Dieses Kapitel wurde gemeinsam mit der Community entwickelt und soll einen neuen Killer sowie einen neuen Überlebenden bringen.
Terrifier kommt im November 2026
Die Gerüchte um Terrifier haben sich bestätigt. Art the Clown soll im November 2026 in Dead by Daylight auftauchen. Welche Inhalte genau dazugehören, wurde noch nicht erklärt.
Gerade deshalb bleibt hier noch Vorsicht angebracht. Ein offizieller Killer liegt nahe, bestätigt wurde dieser konkrete Umfang in der Sendung aber nicht. Sicher ist nur: Das Terrifier-Universum betritt den Nebel.
Film mit neuem Regisseur
Auch der Dead-by-Daylight-Film lebt weiter. Das Drehbuch von Alexandre Aja und David Leslie Johnson-McGoldrick ist fertig, als Regisseur ist Thordur Palsson an Bord. Genannt wurden außerdem Schauplätze wie das MacMillan-Anwesen und Greenville.
Die Dreharbeiten sollen voraussichtlich 2027 beginnen. Damit ist der Film noch kein Projekt für morgen, aber er wirkt nun greifbarer als bei vielen anderen Spieleverfilmungen, die jahrelang nur als Ankündigung existieren.
Grafik-Update 2027: Mehr als nur hübschere Figuren
Für 2027 plant Behaviour eine visuelle Überarbeitung. Betroffen sein sollen unter anderem Charaktermodelle, Animationen, Haare und Gesichtsanimationen. Auch neue Sprachzeilen für viele Originalcharaktere sind in Arbeit.
Die Karten sollen ebenfalls überarbeitet werden. Genannt wurden bessere Beleuchtung, Schattierungen, Texturen, Nebel- und Dunst-Effekte sowie eine stärkere Präsenz der Entity. Das kann für Dead by Daylight mehr bedeuten als reine Kosmetik, weil Sicht, Atmosphäre und Lesbarkeit direkt zum Spielgefühl gehören.
Neu ist außerdem dynamisches Wetter. Behaviour sprach von leichtem Regen, starkem Regen, Stürmen und weiteren Effekten. Wie stark das später das Gameplay beeinflusst, wurde noch nicht im Detail erklärt.
Modding und neue Modi
Für das kommende Jahr ist offizielle Sandbox-Modding-Unterstützung geplant. Behaviour arbeitet an Werkzeugen, mit denen Spieler Karten, Modi und weitere Inhalte erstellen und teilen können.
Auch bei den Spielmodi bewegt sich etwas. Angekündigt wurden ein 1v1-Modus und ein Zombie-Modus. Der 1v1-Modus soll Anfang 2027 kommen und stärker auf Wettbewerb ausgelegt sein. Der Zombie-Modus soll Überlebende in Untote verwandeln, hat aber noch kein klares Zeitfenster.
Neue Karte und viele Crossover
Im Dezember soll eine neue Mall-Karte erscheinen. Behaviour zeigte Konzeptbilder und erklärte, dass der Ort auf einem Community-Wunsch basiert. Die Karte greift liminale Räume auf und soll Hintergrundgeschichte zu älteren Figuren erzählen, darunter Dwight.
Bei den Crossovern wird es breit. Diablo 4 kommt über eine Kollektion ins Spiel, unter anderem mit Lilith als legendärem Outfit für The Artist. Scooby-Doo wurde ebenfalls gezeigt, dort mit einem Onesie im Stil von Mystery Inc.
Weitere Marken kehren zurück oder werden erweitert. The Walking Dead bekommt legendäre Outfits für Glenn im August und Negan im Jahr 2027, beide für Rick. Silent Hill bringt im Juni ein Shimizu-Hinako-Outfit für Cheryl, außerdem soll The Spirit im nächsten Jahr ein Krankenschwester-Outfit erhalten.
Dazu kommen Musik-Kooperationen. Ice Nine Kills erhält eine eigene In-Game-Kollektion. Iron Maiden wird mit einem legendären Eddie-Outfit für The Huntress weitergeführt.
Was bleibt hängen?
Behaviour nutzt das Jubiläum nicht für einen sauberen Schnitt, sondern für eine lange Liste an Erweiterungen. Das ist typisch für Dead by Daylight: Das Spiel wächst über Kapitel, Marken, Kosmetik und Systemänderungen.
Für Stammspieler ist vor allem die Kombination aus Modding, neuen Modi und Grafik-Update spannend. Wenn diese drei Punkte sauber umgesetzt werden, könnte Jahr 11 mehr verändern als ein einzelnes Horror-Crossover. Die großen Namen ziehen Aufmerksamkeit, aber die langfristigen Werkzeuge entscheiden, wie frisch Dead by Daylight in den nächsten Jahren wirkt.
Über den Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.
