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Dead by Daylight-Film: Thordur Palsson führt Regie

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

Die Verfilmung von Dead by Daylight hat ihren Regisseur gefunden: Thordur Palsson übernimmt den Film zum asymmetrischen Multiplayer-Horror. Für Fans ist das ein wichtiges Signal, auch wenn der große Produktionsschub noch nicht sofort beginnt.

Vorgestellt wurde Palsson im Rahmen der Neuigkeiten zum 10-jährigen Jubiläum von Dead by Daylight. Blumhouse-Gründer Jason Blum und Produzent Stephen Mulrooney nannten ihn als verantwortlichen Regisseur. Die Dreharbeiten sollen nach aktuellem Stand erst im nächsten Jahr starten, da Palsson derzeit noch an der Mini-Serie Avalanche arbeitet.

Kein Star-Name, aber ein klarer Horror-Fokus

Palsson ist kein Regisseur, den jeder sofort auf dem Zettel hat. Bekannt wurde er vor allem durch die Serie The Valhalla Murders und seinen Langfilm The Damned. Genau das macht die Wahl interessant: Statt auf einen möglichst bekannten Namen zu setzen, scheint das Projekt einen Filmemacher zu wählen, der sich über Stimmung und Spannung definiert.

Für Dead by Daylight ist das nicht nebensächlich. Das Spiel lebt nicht nur von Killern, Verfolgungen und bekannten Horror-Motiven. Entscheidend ist dieses dauernde Unbehagen: Wo ist der Killer? Wie nah ist er? Reicht die Zeit noch? Palsson stellte genau dieses Gefühl in den Mittelpunkt. Er will die Nervosität, das ständige Kontrollieren der Umgebung und die Angst vor dem Nebel in den Film übertragen.

Das Drehbuch kommt von erfahrenen Horror-Autoren

Beim Skript setzt die Produktion auf bekannte Namen aus dem Genre. Alexandre Aja, unter anderem bekannt durch High Tension und Crawl, arbeitet am Drehbuch. Ebenfalls beteiligt ist David Leslie Johnson-McGoldrick, der an mehreren Conjuring-Filmen mitgeschrieben hat.

Das ist eine sinnvolle Kombination für einen Stoff wie Dead by Daylight. Der Film muss nicht nur einen Killer zeigen. Er muss erklären, warum Überlebende und Killer in immer neuen Prüfungen feststecken. Im Spiel steckt dahinter eine scheinbar allmächtige Entität, die diese endlosen Abläufe erschafft. Wie viel davon der Film übernimmt, ist noch offen.

Warum die Umsetzung schwierig wird

Dead by Daylight ist als Spiel sehr klar gebaut: Ein Killer jagt vier Überlebende. Viel Spannung entsteht durch Regeln, Timing und das Verhalten echter Spieler. Genau das lässt sich nicht einfach eins zu eins ins Kino übertragen.

Ein Film braucht Figuren, Tempo und einen Aufbau, der auch ohne Match-Struktur funktioniert. Gleichzeitig dürfen die zentralen Reize nicht verloren gehen. Wenn Palsson wirklich auf das Gefühl setzt, gejagt zu werden, ist das der richtige Ansatz. Der Film muss nicht wie eine Runde Dead by Daylight aussehen. Er muss sich so anfühlen, als könnte im nächsten Moment etwas aus dem Nebel treten.

Das Projekt ist schon länger in Arbeit

Die Film-Adaption wurde erstmals im März 2023 angekündigt. Damals befand sich das Projekt noch in einer frühen Phase. Die Suche nach Regie und Drehbuch war zu diesem Zeitpunkt noch nicht abgeschlossen.

Mit Palsson, Aja und Johnson-McGoldrick steht nun ein kreativer Kern. Das heißt aber nicht, dass der Film bald fertig ist. Wenn die Dreharbeiten erst im nächsten Jahr beginnen, dürfte es noch dauern, bis wir konkrete Bilder, einen Trailer oder einen Kinostart sehen.

Ein vorsichtiger Schritt nach vorn

Für Dead by Daylight-Fans ist die Regie-Besetzung keine laute Sensation, aber eine relevante Entwicklung. Blumhouse hat nun einen Regisseur genannt, der das Spielgefühl offenbar ernst nimmt. Das ist bei einer Spieleverfilmung wichtiger als ein bekannter Name auf dem Poster.

Ob daraus ein starker Horrorfilm wird, hängt am Ende an der Balance: genug Wiedererkennung für die Community, aber ein klarer Film, der auch ohne hunderte Spielstunden funktioniert. Der Nebel allein reicht nicht. Die Spannung muss sitzen.

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.