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Dragon’s Dogma 2: Capcom streicht Mikrotransaktionen vor Dark Arisen

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

Capcom zieht bei Dragon’s Dogma 2 eine klare Linie: Vor dem Start der Erweiterung Dark Arisen verschwinden mehrere umstrittene Zusatzkäufe aus dem Verkauf. Für das Action-RPG ist das mehr als eine kleine Shop-Änderung. Die Mikrotransaktionen waren seit dem Release 2024 ein Reizthema, weil sie direkt an Komfort, Reisen und Fehlerkorrektur im Spiel gekoppelt waren.

Am 24. Juni nimmt Capcom die Deluxe Edition und bestimmte DLC-Inhalte aus dem Angebot. Gleichzeitig soll die digitale Version des Basisspiels dauerhaft günstiger werden. Dark Arisen erscheint nach aktuellem Stand am 9. Oktober 2026.

Was verschwindet am 24. Juni?

Capcom hat in sozialen Medien mehrere Inhalte genannt, die aus dem Verkauf genommen werden. Dazu gehören unter anderem der Charakter-Editor und ein Marker für Warp-Standorte.

Gerade diese Art von Zusatzkauf war bei Dragon’s Dogma 2 heikel. Das Spiel arbeitet bewusst mit Reibung: Reisen kosten Zeit, Entscheidungen haben Folgen, und nicht jede unbequeme Situation lässt sich sofort glattbügeln. Wenn bezahlte Gegenstände genau diese Reibung verkürzen, fühlt sich das für viele Spieler falsch an, selbst wenn die Items auch im Spiel erhältlich sind.

Warum die Kritik so laut war

Zum Start im Jahr 2024 standen mehr als 21 Mikrotransaktionen bereit. Die Preise lagen zwischen 99 Cent und rund 5 Euro. Verkauft wurden unter anderem ein Explorer’s Camping Kit, ein Gefängnisschlüssel, der nach einmaliger Nutzung zerbricht, ein Portcrystal-Warp-Marker und Wakestones, mit denen Tote wiederbelebt werden können.

Der entscheidende Punkt war nicht nur die Menge am ersten Tag. Viele dieser Gegenstände griffen in Bereiche ein, die Dragon’s Dogma 2 absichtlich sperrig hält. Wer einen Warp-Punkt, eine Wiederbelebung oder eine Fluchtmöglichkeit kauft, bezahlt nicht nur für Kosmetik. Er bezahlt für weniger Risiko, weniger Aufwand oder weniger Frust.

Zwar konnten diese Gegenstände auch regulär im Spiel gefunden oder erspielt werden. Trotzdem blieb der Eindruck hängen, dass Capcom ein anspruchsvolles Rollenspiel mit einem Shop kombiniert hatte, der ausgerechnet an den empfindlichsten Stellen ansetzt. Modder reagierten später, indem sie solche Items in unbegrenzter Zahl verfügbar machten.

Der Zeitpunkt ist kein Zufall

Dass Capcom die Änderung vor Dark Arisen durchführt, ist wichtig. Eine große Erweiterung braucht Vertrauen. Wer ein Spiel erneut anfassen soll, will nicht zuerst an alte Shop-Diskussionen erinnert werden.

Der Schritt räumt nicht die komplette Debatte um den ursprünglichen Release aus. Er sendet aber ein klares Signal: Dragon’s Dogma 2 soll vor der Erweiterung wieder stärker über sein Spielsystem sprechen, nicht über Zusatzkäufe.

Weitere Verbesserungen sind geplant

Capcom hat bereits ein großes Titel-Update für Dragon’s Dogma 2 veröffentlicht. Für Ende August ist ein weiteres Update geplant. Es soll die Bildrate verbessern, zusätzliche Speicherplätze einführen und mehrere Komfortverbesserungen bringen.

Damit arbeitet Capcom an zwei Baustellen gleichzeitig: Technik und Spielkomfort auf der einen Seite, Shop-Kritik auf der anderen. Für bestehende Spieler ist das ein guter Grund, die Entwicklung im Blick zu behalten. Für Rückkehrer könnte vor allem die Kombination aus Preisnachlass, Updates und Dark Arisen interessant werden.

Was das für Spieler bedeutet

Wenn du Dragon’s Dogma 2 besitzt, ändert sich vor allem der Blick auf die Zukunft des Spiels. Die umstrittenen Kaufoptionen verschwinden aus dem Verkauf, während neue Updates und die Erweiterung näher rücken.

Wenn du bisher gezögert hast, ist der dauerhafte Preisnachlass für die digitale Version ein relevanter Punkt. Trotzdem lohnt sich ein nüchterner Blick: Dragon’s Dogma 2 bleibt ein Spiel, das mit Umwegen, Risiko und unbequemen Entscheidungen arbeitet. Genau das war immer Teil seiner Identität.

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.