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Godzilla: Destroy All Monsters Melee Remastered setzt auf Wucht

Sascha
  • 1 Min. Lesezeit

Godzilla: Destroy All Monsters Melee Remastered wirkt nicht wie ein schneller Nostalgie-Aufguss. Das Projekt kommt vom ursprünglichen Team bei Pipeworks, baut optisch deutlich um und nimmt sich einen Prügler vor, der 2002 vor allem auf dem Sofa funktioniert hat.

Der Kern bleibt klar: riesige Monster, kurze Wege zur nächsten Prügelei und Städte, die am Ende kaum noch stehen. Neu ist vor allem, dass diese Formel heute nicht mehr zwingend lokale Mitspieler braucht. Online-Multiplayer ist für dieses Remaster der wichtigste moderne Schritt.

Ein Remaster mit mehr als höherer Auflösung

Die Neuauflage setzt auf Unreal Engine 5. Das ist hier nicht nur ein technischer Hinweis für die Packungsrückseite. Die Monster und die zerstörbaren Umgebungen sollen deutlich aufgewertet sein, sodass der Sprung zum Original sichtbar ausfällt.

Interessant ist auch ein kleiner, aber passender Zusatz: Jede Stage kann bei Tag oder bei Nacht gespielt werden. Für ein Spiel, das stark von Schauplätzen und großen Silhouetten lebt, kann so eine Option mehr ausmachen, als sie auf dem Papier klingt.

Ghidorah spielt sich gefährlich weitreichend

In der gezeigten 1-gegen-1-Demo stand unter anderem Ghidorah im Mittelpunkt. Auf den ersten Blick könnte man bei ihm wegen fehlender Arme an Reichweitenprobleme denken. Praktisch gleicht das Monster diesen Nachteil mit drei langen Hälsen, kräftigen Tritten und einem aufladbaren Energiestrahl aus.

Genau das ist wichtig für ein Remaster dieser Art. Es muss sich nicht nur hübscher anfühlen, sondern auch die alte Direktheit zurückholen. Gebäude auf Gegner zu werfen, Monster zu packen oder sie mit schweren Treffern durch die Arena zu schleudern, bleibt der Reiz dieser Reihe.

Godzilla 2000 gegen den alten MechaGodzilla

Ein weiteres Match zeigte Godzilla 2000 gegen den ursprünglichen MechaGodzilla. Das ist eine kleine, aber für Fans wichtige Ergänzung: Im Original war nur MechaGodzilla 2 enthalten, das Remaster bringt den alten MechaGodzilla dazu.

Godzilla 2000 scheint weniger über extreme Reichweite zu kommen als Ghidorah. Dafür stehen der Schwanzangriff und der nukleare Atem im Fokus. Der Kampf gegen MechaGodzilla fiel in der Demo deutlich knapper aus, was gut zu einem Spiel passt, das schnelle Wendungen und harte Treffer braucht.

Freischalten nach eigener Reihenfolge

Neben den Kämpfen ändert Pipeworks auch das Freischaltsystem. Monster, Schauplätze und Galerie-Inhalte sollen sich in der Reihenfolge freischalten lassen, die Spieler selbst wählen. Das nimmt Druck aus dem Fortschritt und passt besser zu einem Spiel, das viele Fans gezielt wegen bestimmter Kaiju starten werden.

Der größere Punkt bleibt aber der Online-Modus. Destroy All Monsters Melee lebte früher stark vom gemeinsamen Bildschirm. Wenn das Remaster diese Energie sauber ins Netz überträgt, könnte es für alte Fans deutlich leichter werden, regelmäßig Matches zu finden.

Warum das für alte Fans spannend ist

Viele Remaster kämpfen mit einer einfachen Frage: Soll nur die Erinnerung bedient werden, oder entsteht daraus wieder ein brauchbares Spiel für heute? Bei Godzilla: Destroy All Monsters Melee Remastered spricht einiges dafür, dass Pipeworks beides versucht.

Die Mischung aus altem Kampfkern, neuer Technik, Tag-und-Nacht-Stages, zusätzlichem MechaGodzilla, freierem Freischalten und Online-Multiplayer ist sinnvoll. Sie verändert nicht das Ziel des Spiels. Sie macht es nur leichter, wieder dort anzukommen: mitten in einer Stadt, mit einem Monster vor sich und sehr wenig Rücksicht auf Gebäude.

Für November ist damit ein Remaster vorgemerkt, das mehr sein könnte als reine Erinnerungspflege. Entscheidend wird am Ende, ob die Online-Matches stabil laufen und ob die Kämpfe über viele Runden genug Biss behalten.

Über den Autor

Sascha Autor

Gründer und Administrator von GoodGame.Ruhr. Leidenschaftlicher Gamer seit den 90ern ohne Fokus auf spezielle Genres. Wenn er nicht gerade neue Spiele testet, arbeitet er an der Weiterentwicklung der Community, oder geht seiner zweiten Passion, der Musik, nach.